Freispruch für angebliche Prügel-Polizisten «Mein Mandant will sein Leben zurück»

ZÜRICH - Im März hob das Bundesgericht das Urteil gegen die angeblichen Prügel-Polizisten Roger B. (45) und Roger B. (56) auf. Jetzt hat das Obergericht die beiden Ex-Beamten vollumfänglich freigesprochen.

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Erleichtert: Anwalt Valentin Landmann und sein Mandant Roger Bobillier nach dem Freispruch.  zVg

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Die Angeklagten Roger B.* (56) und Roger Bobillier (45) sind unschuldig. Zu diesem Urteil kam das Obergericht Zürich am Dienstagnachmittag. Für die beiden Ex-Stadtpolizisten kommt dieser Freispruch fast drei Jahre zu spät.

Bundesgericht hob Urteil auf

Am 24. Juni 2011 sollen die Beamten den Schrebergärtler und IV-Rentner Markus H.* (49) verprügelt, zu unrecht festgenommen und anschliessend von seinem Häuschen vertrieben haben. Dafür kassierten die Männer vom Bezirksgericht Dietikon ZH im Dezember 2013 bedingte Freiheitsstrafen von je 16 Monaten und Bussen von 500 Franken. Ihren Job waren die Polizisten los.

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So berichtete BLICK im Dezember 2013 über den Fall.  BLICK

Jahrelang kämpften B. und Bobillier für ihre Unschuld, zogen bis vors Bundesgericht. Das hob das Urteil im März auf. Am Dienstag musste das Obergericht Zürich den Fall neu bewerten – und sprach die Beschuldigten vollumfänglich frei.

Bobilliers Anwalt Valentin Landmann ist erleichtert. «Es war ein mehrjähriger Alptraum für meinen Mandanten», sagt er zu BLICK. Bobillier war nach der angeblichen Prügel-Attacke freigestellt worden, vergangenen Dezember kam die endgültige Kündigung.

Bobillier will wieder als Polizist arbeiten

«Er will sein Leben zurück», sagt Landmann. Sein Mandant hoffe nun, doch wieder als Polizeibeamter arbeiten zu können. Der Mitangeklagte Roger B. ist mittlerweile in der Privatwirtschaft tätig.

Ob Bobillier rechtlich gegen das vermeintliche Opfer Markus H. vorgehen will, sei noch nicht klar. «Für ihn geht es jetzt vorrangig darum, wieder in einen normalen Alltag zurückzufinden», sagt der Anwalt. (jvd)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 22.11.2016
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6 Kommentare
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 05.10.2016
    Da muss was dran gewesen sein an denn Gewalt übergriffen,das die vorgängigen Gerichte bei so einer wichtigem Sachverhalt falsch entschieden hätten ohne richtige Beweise gegen die Polizisten glaube Ich nicht !
    Gruass us Chur Gregor
  • Roman  Bachmair aus Naters
    05.10.2016
    So etwas sollte eben auch gerade in demselben Gerichtsurteil festgelegt werden, dass er vom alten Arbeitgeber wieder vollumfänglich zu denselben Konditionen angestellt werden muss!
  • michael  przewrocki aus basel
    05.10.2016
    Wurde auch schon mehrfach verleumdet. Soll das Velo der Nachbarin beschädigt haben welche mir kurz zuvor Elektronikgerät schenkte...Und andere Lügengeschichten. Manchmal wäre man froh um Überwachungskameras!
  • Vinzenz  Bieri aus Andeer
    04.10.2016
    Im Bündnerland sucht der Kanton Polizisten, wie nach einer Nadel im Heuhaufen. Polizist Bobillier würde mit seiner Postur gut ins Polizeikorps GR passen. Er müsste nur noch umziehen.
  •   , via Facebook 04.10.2016
    Ich habe gehört dass es angeblich in unserem Rechtsstaat Behörden und Institutionsvertreter gibt, welche sehr eng miteinander in Verbindung stehen. Da ist doch sowas nicht möglich in unserem Schweizerländli. Die sind doch alle objektiv und nicht voreingenommen.Nun werden sie nach diesem Schock bestimmt eine gemeinnützige Stiftung für zu Unrecht aus ihrem Beruf gedrängte öffentliche Mitarbeiter gründen.