Wundermaschine machts möglich Freie Fahrt trotz Baustelle

Ein israelischer Industriedesigner hat eine Maschine entworfen, die den Staus vor Baustellen ein Ende bereiten könnte.

  • Publiziert: 09.08.2012, Aktualisiert: 10.08.2012
  • Von Andrea Schmits
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Der Dynapac Red Carpet könnte die Baustellentechnik revolutionieren.

(Gosha Galitsky)

«Ob sich Autofahrer trauen, über ein sich bewegendes Hindernis zu fahren, ist fraglich», sagt Stefan Hackh, Sprecher des Stadtzürcher Tiefbaudepartements.

Hackh spricht von der Zukunftsvision des israelischen Industriedesigners Gosha Galitsky: Der hat laut «Spiegel.de» Pläne für eine Maschine entworfen, die Umleitungen und Sperrungen bei Baustellen überflüssig machen soll. Das Kettenfahrzeug heisst Dynapac Red Carpet: Unten wird der Strassenbelag erneuert, während oben die Autos einfach über eine Rampe auf das Fahrzeug drauf und hinten wieder runter fahren.

Eine Wunschvorstellung vieler Autofahrer: 64 City-Baustellen gibt es derzeit, weil die Stadt Bauvorhaben, die den Verkehr behindern, bewusst in die Ferienzeit legt.

Galitskys Maschine weicht an der Vorderseite des Fahrzeugs die obere Schicht des beschädigten Strassenbelags mit Mikrowellenhitze auf, trägt sie ab und schaufelt sie in einen grossen Tank. Darin wird das Material mit neuem Bindemittel vermischt und wieder auf die Strasse aufgetragen. Diese Wiederverwertung von altem Belag ist bewährt und heisst Hot-In-Place-Recycling.

Walzen pressen den frischen Asphalt danach fest. Währenddessen rollen die Autos ungehindert über das Kettenfahrzeug hinweg. Das Gefährt gibts nur auf Papier. Aber: «Sämtliche Technologien, die bei dem Konzept zum Tragen kommen, sind erprobt», sagt Galitsky.

Stadt Zürich hält die Maschine für untauglich

Die Stadt Zürich ist dennoch nicht zu überzeugen. «Diese Maschine erscheint uns aus mehreren Gründen untauglich», sagt Tiefbauamtsprecher Hackh. So baue die Stadt in den allermeisten Fällen koordiniert. «Das heisst, es wird nicht nur die Strassenoberfläche saniert, sondern gleichzeitig auch die Werkleitungen gewartet. Hier könnte die Maschine also nicht eingesetzt werden.»

Zudem müsse der frische Asphalt mindestens zehn Zentimeter dick sein, damit er lange halte. Diese Schicht kühle jedoch nicht schnell genug ab, damit der Verkehr unmittelbar hinter der Maschine rollen könne.

Zürcher Automobilisten werden also die Staus und Umwege weiter ertragen müssen.

Beliebteste Kommentare

  • Meier  Anton , Ebikon
    Und selbst wenn das funktionieren würde. In der Schweiz wird so eine Wundermaschine nie in den Einsatz kommen, weil sonst die vielen Baugeschäfte sich nicht mit den Bundesstrassen gesundfinanzierne können. Ausserdem sind kilometerlange Spuren auf der Autobahn, auf denen niemand arbeitet, doch so schön anzusehen.
  • Thomas  Rindlisbacher , Zürich
    ...Ist doch ganz klar dass die Grünen um Frau Genner eine solche Idee von Grund auf ablehnen. Damit würden ja die Baustellen viel weniger Spass machen, da man damit die Autofahrer nicht mehr so leicht drangsalieren könnte...

Alle Kommentare (24)

  •   schmid andre , wettingen
    Gute Sache dieses Ding. Öhm?? Unsere LKW?? Wie soll das gehen?
    • 10.08.2012
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  • thomas  Maurer , Schlossrued
    In diesem Bericht steht nichts über die dicke des Belages die die Maschine einbauen kann und auch nicht über die Tagesleistung,
    aber was ich weiss ist das nach nur gründen gesucht wurde wieso es nicht gehen soll. Zum Beispiel: die Autofahrer würden sich trauen darüber zu fahren bei einer angenommenen Stundenleistung von einem Kilometer würde jeder der auf einer Rolltreppe fährt im verglich in eine Geschwindigkeit Wahn verfallen
    • 10.08.2012
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  • Bruno  Zehnder , Wildegg
    Da sind die Österreicher schlauer als die Schweizer. Ich habe mal einen Bericht gesehen über eine Brückensanierung in Wien. Die haben eine fahrbare Rampe gebaut, auf der die Fahrzeuge mit verringertem Tempo 5 m über der Baustelle fahren konnten. Die Rampe wurde jeweils verschoben, wenn die Bauarbeiten bei einem Abschnitt fertiggestellt wurden.
    • 10.08.2012
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  • Gallus  Wildhaber , via Facebook
    ..und ich denke,das gibt noch mehr stau,das tempo würde erheblich reduziert,viele wären unsicher darüber zu fahren und würden entspr. langsamer...
  • Hans  Schmid
    Auch wenn sie funktionieren würde. In der Stadt Zürich käme diese Maschine nie zum Einsatz, schliesslich tut man hier alles, damit der Verkehr nicht fliesst!
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