Frauen prügeln Frau spitalreif

  • Publiziert: 06.05.2008, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Vier junge Frauen: Sie pöbeln im Tram. Steigen aus. Und schlagen eine 21-Jährige zusammen. Anscheinend grundlos.

Zürich, gestern Nachmittag, kurz nach 16 Uhr: Ein ziviler Stadtpolizist befindet sich im Tram der Linie 2 stadtauswärts auf dem Heimweg. Bei der Haltestelle Lochergut steigen vier junge Frauen ins Tram. Sie verhalten sich auffällig. Besonders, als das Tram am Albisriederplatz vorbeifährt.

Dort stehen ein Sanitätswagen und Polizeiautos. Der Polizist hört, wie das Quartett sehr ungewöhnlich über das Ganze sprechen. Sie wissen Näheres über den Rettungseinsatz von Polizei und Sanität. Ebenso auffallend ist, dass die Frauen auf keinen Fall von der Polizei entdeckt werden wollten im Tram.

Bei der Haltestelle steigen die vier jungen Damen aus. Der Zivilpolizist ebenso. Ihm kommt das Ganze immer noch merkwürdig vor. Er kontaktiert die Einsatzzentrale. Seine Kollegen erklären ihm, dass beim Albisriederplatz vor einigen Minuten eine 21-Jährige von vier jungen Frauen angepöbelt und zusammengeschlagen wurde.

Der stutzige Beamte verfolgt die Frauen weiter. Er bekommt Unterstützung von einer zusätzlichen Polizeipatrouille. Ein paar Strassen weiter wird die Gruppe schliesslich angehalten. Und rasch zeigt sich: Diese vier «Damen» im Alter zwischen 18 und 25 Jahren haben sich alles andere als damenhaft benommen: Sie pöbelten in einem anderen Tram erst die Passagiere an, attackierten die 21-Jährige verbal und schlugen sie schliesslich am Albisriederplatz zusammen!

Die jungen Frauen aus Italien, Spanien und der Schweiz werden festgenommen. Sie sind nur teilweise geständig. «Deswegen können wir bis jetzt nur vermuten, dass es einmal mehr eine grundlose Tat war», sagt Polizeisprecherin Judith Hödl gegenüber Blick.ch. Es gäbe bis jetzt keine Hinweise auf Drogen und Alkohol.

Klarheit soll die Befragung des Opfers bringen. «Bis jetzt konnten wir die junge Frau aber noch nicht richtig vernehmen», erklärt Hödl. Denn die junge Frau liegt mit einer Gehirnerschütterung im Spital. (spj)

Portugiesin nach Messerattacke verhaftet

Eine 35-jährige Portugiesin hat in Aldesago bei Lugano ihren Ehemann im Streit mit einem Küchenmesser niedergestochen. Der 44-jährige Italiener musste mit schweren Unterleibsverletzungen ins Spital überführt werden. Dort retteten ihm die Ärzte mit einer Notoperation das Leben. Die Frau wurde wegen des Verdachts auf schwere Körperverletzung in U-Haft gesetzt. Der Streit in der Wohnung des Ehepaars war am Montagabend entbrannt. Worum sich die beiden gestritten haben, ist bis jetzt unklar.