Formular nicht ausgefüllt Nicht mal Besko sieht sich als Härtefall

Rapper Besko soll als Härtefall behandelt werden. Dies fordert SVP-Mann Lukas Reimann. Jetzt kommt aus: Besko selber hat kein Härtefallgesuch gestellt.

Ausschaffung von Besko: Nicht mal der Rapper sieht sich als Härtefall play

Besijan «Besko» Kacorraj.

13 Photo/Sophie Stieger

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Der Zürcher Rapper Besko wurde vor gut zwei Wochen nach Pristina ausgeschafft. Der 31-jährige Ex-Zürcher, der eigentlich Besijan Kacorraj heisst, hatte einiges auf dem Kerbholz: Er wurde wegen diverser Delikte wie bewaffnetem Raubüberfall, Diebstahl, Nötigung verurteilt, sass im Gefängnis und kämpfte bis ans Bundesgericht gegen seine Ausschaffung.

Dass SVP-Nationalrat Lukas Reimann nun dafür kämpft, dass Besko trotzdem in der Schweiz bleiben kann, überrascht auch juristisch. Kritisiert wird Reimann etwa von seinem Parteikollegen und Zürcher Kantonsrat Claudio Schmid. «Nicht einmal Besko hielt seinen eigenen Fall für einen Härtefall», schreibt Schmid unter dem Hashtag #OMG auf Twitter:

Von den zuständigen Behörden wurde dies bestätigt.

Das wäre auch nicht möglich gewesen, wie der Zürcher Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) gegenüber «Tages-Anzeiger» erklärt. Der Fall des Schwerkriminellen sei glasklar: «Ein Härtefallgesuch ist nicht möglich und wäre auch niemals gutgeheissen worden.» (pma)

Publiziert am 27.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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9 Kommentare
  • Sonja  Zwicker 28.10.2016
    Dabei verurteilt doch gerade die SVP die Härtefall-Ausnahme-Regelungen!? So machen sie sich immer unglaubwürdiger, und seit der Renten-Diskussion auch unbeliebter!!!
  • Daniel  Laeber 27.10.2016
    Wer gestern Rundschau gesehen hat, erkannte die wahre Absicht von
    Herr Reimann. Ihm gehts nur um die krassen Unterschiede bei der Anwendung von Härtefällen in den Kantonen. Nichts mit Nächstenliebe sondern reine Politik.
  • Thomas  Goetz 27.10.2016
    Warum ist Reimann dafür, dass Besko in die Schweiz darf? Ganz einfach, dadurch könnte die SVP wieder aufzeigen "Ausschaffung funktioniert nicht". Doch da diese - zumindest in diesem Fall reibungslos klappt - hat die SVP Angst, wenn dies regelmässig geschieht, dass ihr dann die Argumente ausgehen.
    • Schorsch  Gaggo aus Zürich
      27.10.2016
      Ich glaube eher die SVP möchte zeigen das die neue Ausschaffunhsinitiatuve eben wirkliche Härtefälle weiterhin beachtet. Alles falsch Spielerei dieser Partei!
    •   Reto Markwalder aus Schwyz
      27.10.2016
      Herr Goetz, Sie haben schon mitbekommen, dass Lukas Reimann der einzige Politiker der SVP ist, welcher dieser Meinung ist?
      Von daher ist Ihr Kommentar für nichts...
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    27.10.2016
    Sieh an.. es muss einen sehr gewichtigen Grund geben, wieso er den unterstützt. War Besko denn rechtsextrem genug ? Rechtsextreme unterstützen sich gegenseitig.. deshalb sollte man da noch ein wenig genauer hinsehen..
    • pedro  domletschg aus Zürich
      28.10.2016
      Kennen den Unterschied zwischen rechts und rechtsextrem denn nicht?!
  • Jürg  Brechbühl aus Eggiwil
    27.10.2016
    Ein "Ex-Zürcher" ist er sicher nicht. Die Schweizer haben leider in ihrer Bundesverfassung keine Möglichkeit, Schwerverbrecher auszubürgern. In dem Fall war er gar noch nie Zürcher und das ist schlau genug.