Drogenkurier per WhatsApp - Stapo alarmiert Pablo lässt es in Zürich schneien

Ein Drogen-Dealer, der sich Pablo nennt, wirbt auf dreiste Art für sein Kokain. Nun hat sich die Polizei eingeschaltet.

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Dreister geht es nicht: In Zürich liegen seit Tagen an verschiedenen Orten Flyer auf, auf dem ein gewisser «Pablo» für seinen ungewöhnlichen Service wirbt. Er lässt es wieder schneien, und das in ganz Zürich! Dies belegen Bilder und Ausführungen von BLICK-Leserreportern: «Auch in Bars und Restaurants haben Freunde das schon gesehen.»

Man muss kein Szene-Experte sein, um zu erkennen, dass es sich dabei ein direktes Angebot für den Kokain-Verkauf handelt.

BLICK hat sich bei Pablo gemeldet und tatsächlich: Ein Gramm Kokain gibt es für 100 Franken, die Lieferung an einen gewünschten Ort gegen einen Aufpreis von 20 Franken. «Lieferung ab 18 Uhr möglich», schreibt Pablo. BLICK lehnte dankend ab. Ob Pablo wirklich liefert, bleibt deshalb ungewiss.

Kein Trend für WhatsApp-Verkäufe

Sämtliche angefragten Stellen haben bislang keine Kenntnis von solch direkten Angeboten in der Öffentlichkeit. «Üblich oder häufig ist ein solches Vorgehen nicht», heisst es etwa bei der Zürcher Jugendberatung Streetwork.

Koni Wäch vom Verein Eve & Rave stellt keinen Trend fest: «Wir haben bislang nur bemerkt, dass es vermehrt Online-Shops gibt, die offen Drogen verkaufen. Bislang waren diese Händler primär im versteckten Darknet unterwegs.»

Konsumenten haben andere Kontakte

«Verkaufsangebote via offenem Internet oder via WhatsApp suggerieren einen vertraulichen Handel», sagt Wäch. Ganz problemlos sei das aber nicht. Etwa, wenn das Kokain qualitativ schlecht sei oder gar mit Entwurmungs-Mitteln gestreckt wurde.

Während der Leserreporter dahinter keinen «Joke» vermutet, zweifelt Christian Kobel von der Jugendberatung Streetwork den Sinn und Zweck solcher Verkaufsmethoden an: «Die meisten Kokainkonsumenten sind vermutlich auf solche Flyer auch nicht angewiesen und verfügen über entsprechende Kontakte.»

Die Stadtpolizei Zürich zeigte sich ebenfalls überrascht. Sie will jedoch reagieren und entsprechende Untersuchungen eröffnen. (mje)

Publiziert am 22.10.2016 | Aktualisiert am 12.12.2016
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1 Kommentare
  • Markus  Herger aus Root
    22.10.2016
    Hoffentlich hat der eine Prepaid Karte benutzt - sonst kriegt er demnächst Besuch. Wer sich allerdings so dämlich anstellt, hätte es eigentlich auch nicht anders verdient.