FCZ-Hooligan muss blechen

  • Publiziert: 05.05.2009, Aktualisiert: 03.01.2012
play Feuer frei: Das Boys-Banner teilt Rauch über der Südkurve. (Reuters)

ZÜRICH – Ein Anhänger des FC Zürich hat «Polizisten mit GC-Fans verwechselt». Das Bezirksgericht Zürich verurteilt den 21-Jährigen wegen mehrfacher Gewalt und Drohung.

Vor dem Zürcher Derby FCZ-Grashoppers im Dezember 2007: Der Hooligan randaliert vor dem Stadion Letzigrund. Laut Anklage bedroht der «Boy» aus der Südkurve Polizisten mit einer Bierflasche, um Kollegen die Flucht zu ermöglichen. Mischt sich in eine Gruppe Hooligans, aus der die Ordnungshüter mit Gegenständen beworfen wurden. Ein Polizist fühlt sich so bedroht, dass er die Pistole zieht.

Der Angeklagte – belegt mit Rayonverbot – ist nicht geständig. Er kassierte heute eine bedingte Geldstrafe von 60 Tagessätzen zu 40 Franken sowie 500 Franken Busse. Zudem muss er die Gerichtsgebühr (1500 Fr.) berappen.

Vor dem Zürcher Bezirksgericht erklärte der 21-Jährige, er habe die Polizisten für GC-Fans gehalten.

Das Gericht folgte den Aussagen eines Polizeibeamten, der den Angeklagten identifiziert hatte. Trotzdem bestrafte es den Hooligan relativ mild – weil er schon im Kanton Aargau verurteilt ist. Wegen einer massiven Tempoüberschreitung kassierte er dort eine bedingte Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 30 Franken. (SDA/dip)