Zürcher Polizisten verprügelt FCZ-Fan lief Amok: 14 Monate bedingt

  • Publiziert: 18.03.2010, Aktualisiert: 02.01.2012

ZÜRICH – Im Herbst 2009 verprügelte er einen Zürcher Polizisten. Besoffen. Heute ist der FCZ-Fan zu 14 Monaten bedingt verurteilt worden.

Es passiert am vergangenen 28. Oktober nach einem Spiel zwischen dem FC Zürich und dem FC Basel. Um 23 Uhr machen beim Bahnhof Altstetten FCZ-Fans Hetzjagd auf versprengte Basel-Anhänger.

Einige zivile Polizeibeamte greifen ein. Unter ihnen ein Hooligan-Spezialist. Er setzt gegen einen besonders aggressiven Zürcher seinen Pfefferspray ein. Doch der besoffene Angreifer lässt sich nicht bremsen. Er reisst den Polizisten zu Boden. Zusammen mit einem Kollegen versetzt er dem Opfer Schläge und Fusstritte.

Erst als andere Polizisten zu Hilfe eilen, gelingt es, den wildgewordenen Fan zu überwältigen. Doch der heute 37-jährige Hooligan-Spezialist erleidet schwere Prellungen am Hinterkopf und am Oberkiefer.

Nicht als Polizisten erkannt

Vor Gericht erklärte der Angeklagte heute, er habe seinen Gegner nicht als Polizeibeamten erkannt. Der Staatsanwalt entgegnete, der Polizist habe vor seinem Eingreifen sehr wohl seinen Polizeiausweis gezeigt. Er forderte eine teilbedingte Strafe von 24 Monaten, wovon der Angeklagte 10 Monate zu verbüssen habe.

Der Verteidiger beantragte eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen. Er verwies auf den schweren Rausch seines Mandanten. Zudem sei der Fussball-Fan erst durch die Wirkung des Pfeffersprays so wütend geworden.

Das Urteil lautete schliesslich auf 14 Monate Gefängnis bedingt. Ausserdem muss der Schläger dem Opfer ein Schmerzensgeld von 3000 Franken zahlen. (SDA/snx)