Etappensieg für Energy Zürich

  • Publiziert: 07.10.2009, Aktualisiert: 14.01.2012

ZÜRICH – Gute Neuigkeiten für den konzessionslosen Sender Energy Zürich: Das zuständige Bundesamt bestätigte erstmals, dass eine Übergangslösung technisch möglich ist.

Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) und Vertreter der Zürcher Radios trafen sich letzten Freitag zu einer Sitzung. Dort gab das Bundesamt bekannt, dass eine Übergangslösung für das konzessionslose Radio Energy Zürich technisch problemlos realisierbar sei.

Die bisherige Frequenz von Radio Energy Zürich soll Giuseppe Scaglione mit Radio Monte Carlo erhalten. Weil DRS 2 eine neue Frequenz bekommt, wäre es laut dem Bakom möglich, die Frequenz 94,2 Radio Energy Zürich zuzuteilen, wie «persoenlich.com» berichtet.

Ein Hoffnungsschimmer am Radio-Himmel, doch für den Chef von Radio Energy Zürich, Dani Büchi, ist der Sender damit noch nicht gerettet: «Das ist lediglich ein Etappensieg für Energy Zürich», sagt Büchi zu Blick.ch.

Doch das Bakom habe bestätigt, dass «eine Frequenz für uns reserviert ist», so Büchi. Dass es ungenutzte Frequenzen gebe, habe eine Arbeitsgruppe mit Vertretern des Bakom schon Anfang Jahr in einem Bericht festgehalten.

«Es waren jedoch nur drei grosse Konzessionen ausgeschriebenen und das Bakom kann nun nicht einfach eine vierte Konzession für 10 Jahre erteilen», sagt der Energy-Chef. «Deshalb wollen wir eine Übergangslösung.»

Damit Energy Zürich die für den Sender reservierte Frequenz auch nutzen könne, sei nun eine politische Entscheidung nötig. «Daran arbeiten wir», sagt Büchi. Er habe dafür noch 85 Tage Zeit.

Bis Ende Jahr müssen das Bakom und das Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (Uvek) sowie die anderen Zürcher Radios von der Notwendigkeit einer Übergangslösung für Radio Energy Zürich überzeugt werden. (noo)

play Dani Büchi, Chef von Energy Zürich, hat nun 85 Tage Zeit, die Übergangslösung zu realisieren. (RDB)