Erste Schweizer Transplantation bei Neugeborenem: Er schenkte Baby Sophia ein neues Herz

Sophia war keine 30 Tage alt, als sie kurz vor Weihnachten am Kinderspital Zürich ein neues Herz erhielt. Das Mädchen erholt sich hervorragend.

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Herzchirurg Michael Hübler bei der Arbeit.

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Es ist eine Sensation in der Schweizer Herzchirurgie: Am Kinder-Herzzentrum des Kinderspitals Zürich ist erstmals einem Neugeborenen erfolgreich ein Herz transplantiert worden. Das Herz der kleinen Sophia funktioniert laut Kinderspital einwandfrei. Der bisherige Verlauf ihrer Genesung sei sehr erfreulich.

Der Eingriff fand kurz vor Weihnachten 2015 statt, als das Baby nur gerade drei Wochen alt war. Es sei die erste Herztransplantation in der Schweiz bei einem neugeborenen Kind, das weniger als 30 Tage alt ist.

Die Transplantation erfolgte aufgrund eines angeborenen Herztumors, der das ganze Herz durchwachsen hatte. In einem ersten Eingriff wenige Tage nach der Geburt wurde der Tumor entfernt und dem Baby zunächst ein Kunstherz implantiert.

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Herzchirurg Michael Hübler bei der Arbeit.

 

In einer dreieinhalb Stunden dauernden Operation bekam das Kind dann am 22. Dezember ein Spenderherz eines etwa gleichaltrigen Babys. Sophias neues Herz habe bereits kurz nach der Implantation ausgezeichnet gearbeitet, schreibt das Kinderspital.

Das Baby sei bereits nach wenigen Tagen in der Lage gewesen, selbstständig ohne Maschinen zu atmen. Nach relativ kurzer Zeit konnte es die Intensivstation verlassen.

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Den Eingriff durchgeführt hatte der Herzchirurg Michael Hübler, der schon bei mehr als hundert Erwachsenen und Kindern erfolgreich ein Herz transplantiert hat. Hübler ist Chefarzt am Kinderspital Zürich.

Bisher gab es in der Schweiz erst zwei Herztransplantationen bei Kindern, die weniger als ein Jahr alt waren. Sie wurden in den Jahren 2009 und 2011 durchgeführt. Je jünger die Kinder bei einer Herztransplantation sind, desto besser seien die Langzeitergebnisse, schreibt das Kinderspital. Es bestehe später die Möglichkeit einer zweiten Herztransplantation. (SDA)

Publiziert am 02.02.2016 | Aktualisiert am 29.02.2016
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8 Kommentare
  • Dreier  Arthur aus Schaffhausen
    02.02.2016
    Gratulation an Herrn Dr. M.Hübler und das ganze Team. Ich bin Stolz auf Sie und alle. Solche Aerzte brauchen wir. Gute Gesundheit dem kleinen, einfach schön so etwas zu lesen.
  • Martin  Hasselberg , via Facebook 02.02.2016
    Mit viel Glück keine mehr den das Herz wächst mit. Zahlen tut das die IV den das geht unter Geburtsgebrechen und wen schon 1 Baby stirbt warum nicht versuchen einem anderen Kind das Leben zuschenken. Mein eigenes Kind hat einen Herzfehler seit Geburt und lebt ganz gut dank den 2 Operationen.
  • Bruno  Köppel aus St.Gallen
    02.02.2016
    Wie viele Transplantationen, verbunden mit Todesängsten, sind nötig, bis das Kind seine Endgrösse erreicht hat? Muss man wirklich alles machen, was chirurgisch, d.h. handwerklich, möglich ist? Ist die Krankenkasse wirklich verpflichtet, diesen ethisch fragwürdigen Unsinn zu berappen?
    • Tamara  Bachmann aus Lyss
      03.02.2016
      Ethisch fragwürdig? Ich gehe mal davon aus, dass Sie ein sehr gläubiger Mensch sind. Dann möchte ich, dass Sie sich mal überlegen, dass Gott anscheinend den Ärzten die Fähigkeit gegeben hat, so eine Operation zu ermöglichen! Sollte man das nicht einfach annehmen? Wäre es Gottes Wille, würde das Kind jetzt trotzdem sterben. Ich hoffe nur, Sie werden nie in eine solche Situation kommen!
    • Bruno  Köppel aus St.Gallen
      03.02.2016
      Frau Bachmann: Wir müssen auch mit der Tatsache leben, dass es Gott war, der diesem Kind ein untaugliches Herz geschenkt hat.
    • Tamara  Bachmann aus Lyss
      03.02.2016
      Herr Köppel, wenn dem so war, dann wird er es jetzt sterben lassen. Ansonsten kann von Gottes Willen keine Rede sein!
  • Felix  Egolf aus CHAM
    02.02.2016
    Ein irreführender Titel, denn ein Geschenk ist für den Empfänger in der Regel kostenlos. Doch das Gesundheitswesen und insbesondere die Spitzenmedizin ist exorbitant teuer geworden.
    Nun, die kleine Sophia soll das nicht bekümmern. Wir wünschen ihr ein langes, glückliches Leben.
    • Rolf  Hess 03.02.2016
      -logisch und der Herr Doktor hat das Herz nicht geschenkt. Er hat ein Spenderherz erfolgreich transplantiert. Herzliche Gratulation.