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Hungerstreik: René Osterwalder ist nur noch Haut und Knochen. (RDB)
Seit fünf Wochen ist René Osterwalder im Hungerstreik. 50 Kilo wiegt der 1,80 Meter grosse Babyquäler aus Stettfurt TG – er ist zum Skelett abgemagert.
Mit seiner Weigerung zu essen protestiert er gegen die Trennung von seinem Freund. Das Amt für Justizvollzug des Kantons Zürich hatte den Mithäftling in ein anderes Gefängnis verlegt, nachdem die beiden ihre Beziehung bei den Ämtern eintragen lassen wollten.
«Ohne Liebe kann und will ich nicht leben», schrieb Osterwalder in einem Brief an SonntagsBlick.
Wie es weitergeht, ist unklar. Das Amt für Justizvollzug hat sich ans Inselspital gewandt. Die Berner Ärzte sollen vorbereitet sein, alles zu tun, um das Leben des verurteilten Sexualstraftäters zu retten – also auch, ihn mittels Infusion zwangsweise zu ernähren.
In einer Patientenverfügung aber lehnt Osterwalder genau dies ab. «Der Wille des Patienten ist zu respektieren», kommentiert der Strafrechtsexperte Franz Riklin (68). Halten sich die Ärzte nicht daran, können sie wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt werden.