Er rauchte und trank, bis sie ihn fesseln mussten Schweizer (31) pöbelt auf US-Flug

DULLES (USA) - An Heiligabend tickte der Schweizer Martin S. (31) auf dem Flug von Zürich nach Washington total aus. Air-Marshalls mussten ihn an seinen Sitz fesseln.

Wegen Rauchen und Pöbeleien: Schweizer aus US-Flugzeug geworfen play
Der Schweizer Martin S. darf nach seinem aggressiven Verhalten auf dem Flug von Zürich nach Washington nicht mehr mit United Airlines fliegen. AP

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Der Flug UA53 der United Airlines von Zürich nach Washington war am Samstag äusserst unruhig. Nicht wegen Turbulenzen in der Luft, sondern wegen des Schweizers Martin S.* an Bord der Maschine

Dem US-Nachrichtenportals «Wtop» zufolge hatte sich der 31-Jährige aus dem Kanton Zürich zunächst in der Toilette eingeschlossen und eine Zigarette geraucht. Als er sich wieder zu seinem Sitzplatz begab, bemerkten Fluggäste, dass er schwankte und blutunterlaufene Augen hatte.

Kurz darauf erwischten ihn die Flugbegleiter, wie er aus einer Flasche Schnaps trank, die er zuvor im Duty-Free-Shop gekauft hatte. Die Flugbegleiter nahmen ihm die Flasche weg. Doch Martin S. öffnete einfach eine Dose Bier, die er ebenfalls mitgebracht hatte. Auch das Bier nahmen ihm die Flugbegleiter an sich und verstauten es im hinteren Teil des Flugzeugs. Dies geht aus Gerichtsunterlagen hervor, die auch BLICK vorliegen.

Air-Marshalls griffen ein

Später versuchte Martin S., seinen Alkohol zurückzuergattern. Dabei griff er Flugbegleiter Melvin S.* an: Er packte den Mann am Hals und zerrte ihn nach hinten. Doch zum Glück waren Air-Marshalls an Bord. Sie legten dem Schweizer Handschellen an, brachten ihn zurück zu seinem Sitz und klebten seinen Sicherheitsgurt zu.

Doch Martin S. beruhigte sich immer noch nicht. Er schaffte es, sich vom Gurt zu befreien, und pöbelte weiter. Air Marshall David K. musste ihn sogar um die Brust am Sitz festbinden, damit der Schweizer nicht noch mehr Schaden anrichtete. Die Schnalle des Gurtes fixierte David K. schliesslich mit Klebeband.

Lebenslanges Flugverbot

In den USA musste sich Martin S. sogleich vor einem Gericht verantworten. Er bekannte sich eines tätlichen Angriffs schuldig. Die Fluggesellschaft United Airlines hat ihm ein lebenslanges Flugverbot erteilt.

Die Eltern von Martin S. erfuhren aus den Medien von den Eskapaden ihres Sohnes. «Wir haben noch nichts von ihm gehört», sagt der Vater zu BLICK. Sie wüssten auch nicht, wo sich ihr Sohn im Moment aufhalte. (vac)

* Name der Redaktion bekannt

Publiziert am 29.12.2016 | Aktualisiert am 11.01.2017
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18 Kommentare
  • Olf  Roder aus Walenstadt
    29.12.2016
    Genau wegen, bzw gegen solche Typen setzt Korean Airlines nun Elektroschocker ein... Gute Sache, hoffentlich setzt sich das bald bei allen Airlines durch...
  • Marco  Gamboni aus Bülach
    29.12.2016
    Das ist egal, welche Airline es ist. Pöbelnde Fluggäste, muss man ein leben langes, Flugverbot erteilen !
  • Mathias  Kuhn , via Facebook 29.12.2016
    Wie viel kann man sich eigentlich erlauben, bis man gefesselt wird? Wäre der Wädenswiler mein Sitznachbar gewesen, was hätte ich wohl gemacht? Habe ich noch nie erlebt auf einem Flug...
  • Marc  Moser , via Facebook 29.12.2016
    Wer mit amerikanischen Airlines fliegt muss damit rechnen, dass Vergehen gegen die Sicherheitsregeln knüppelhart geahndet werden. Dies ist verständlich, ist doch bei Kurzschlusshandlungen das Leben von Reisenden und Crew gefährdet.
  • Carina  König aus Arbon
    29.12.2016
    Ich würde ihm ein Paddelboot geben. Damit kann er dann gerne zurück nach Europa paddeln. Glaube nicht, dass er nach dem lebenslangen Flugverbot noch einmal in die Staaten einreisen darf. Flugangst hätte anders ausgesehen. Rauchen ist verboten. Das wusste er vorher. Trinken von Alkohol,, der im Dutry Free Shop gekauft wurde, ist ebenfalls verboten.. An Bord hätte es sicherlich andere legale Möglichkeiten gegeben.