Eine Lesbe als Stapi?

  • Publiziert: 04.12.2008, Aktualisiert: 13.01.2012
  • Von Reda El-Arbi

ZÜRICH – Mit Corine Mauch (SP) tritt nicht nur eine Agrarökonomin im Rennen ums Amt des Zürcher Stapi an – sondern auch eine bekennende Lesbe. Ein homosexueller Stadtpräsident – was halten Sie davon?

Corine Mauch (SP) will in die Fussstapfen von Elmar Ledergerber treten und den Kampf gegen Katrin Martelli (FDP) um den Stapi-Posten aufnehmen. Würde die das rennen gewinnen, wäre Mauch die erste bekennende lesbische Stadtpräsidentin.

«Meine private Lebensweise spielt für die Zürcherinnen und Zürcher wohl keine grosse Rolle», sagt Stapi-Kandidatin Corine Mauch (SP). Mauch glaubt nicht, dass ihr ihre sexuelle Neigung Vor- oder Nachteile mit sich bringt.

«Natürlich bin ich sensibler, wenns um homosexuelle Themen geht, aber in der Schweiz haben wir bereits viel erreicht für die Gleichberechtigung. Ausserdem haben wir mit der Bankenkrise und deren Folgen andere wichtige Herausforderungen.»

Corine Mauch fürchtet den Wahlkampf nicht. «Ich habe nichts zu verstecken und ich erwarte keine Angriffe unter der Gürtellinie.» Bei Mauchs Wahl zur Stadtpräsidentin wäre Zürich nach Berlin (Klaus Wowereit, SPD) und Hamburg (Ole von Beust, CDU) die dritte deutschsprachige Grossstadt, die in Pink regiert würde.

BLICK am Abend-Leser stört die sexuelle Orientierung eines Politikers nicht. Sie würden Corine Mauch wählen. Und Sie? Schreiben Sie uns: Ein schwuler Stapi? Geht das?