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Gar nicht sexy Carlo G. in seinem Auto...- Dominik Baumann
Carlo G. * hat seinen ersten Arbeitstag im Aussendienst hinter sich. Als er um 17 Uhr in die Firma K.* in Baar ZG zurückkehrt, wird er sofort zum Chef ins Büro zitiert – und freigestellt!
Der Grund für den Rauswurf ist schwarz und aus Gummi. Ein Dildo.
Das Sexspielzeug lag im Auto von Carlo G. herum. «Für mich war das nur ein Jux», erzählt der KV-Lehrling. «Ich dachte, das Ding ist irgendwo unter dem Beifahrersitz.» Nicht ganz. Der Dildo lag im Fussraum auf der Beifahrerseite. Dort war er von aussen gut sichtbar.
Und so kommt es Mitte August zum Eklat. Carlo G. stellt sein Auto am Morgen auf dem Firmenparkplatz ab. Danach ist er den ganzen Tag auf Aussendiensttour.
Während dieser Zeit entdeckt ein anderer Mitarbeiter im Auto von Carlo G. das schwarze Ding. Und schlägt Alarm! Daraufhin drängen sich weitere Angestellte um das Auto. Auch der Chef sieht sich das Beweisstück persönlich an. Sogar ein Foto wird gemacht.
Die Firma K. ist ein KMU mit gut 25 Mitarbeitern. Diese sind vom Anblick des Dildos offenbar tief geschockt. Deshalb stellt der Chef den Sünder per sofort frei. Carlo G.: «Man hat mir vorgeworfen, ich hätte alle weiblichen Mitarbeiterinnen diskriminiert und das gesamte Geschäftsklima erheblich gestört.»
Zum Fall will sich die Firma K. nicht äussern: «Kein Kommentar.»
Kann man jemanden rauswerfen, weil er einen Dildo besitzt? Nein. Carlo G. ist ein Missgeschick passiert, und für die Firma war der Vorfall sicher unangenehm. Vor allem auch, weil auf dem Parkplatz nicht nur Angestellte, sondern auch Kunden parkieren. Aber niemand darf aufgrund seiner persönlichen Eigenschaften oder sexuellen Orientierung entlassen werden.
Carlo G. hat sich mittlerweile mit der Sache abgefunden. Er kann die KV-Lehre in einem anderen Betrieb abschliessen. Und auf seinen Dildo passt er künftig besser auf.
* Namen der Redaktion bekannt
... wegen eines Dildo im Fussraum seines Wagens wurde der KV-Lehrling gefeuert.- Dominik Baumann