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Dieser Satz dürfte Aviatik-Fans enttäuschen: «Singapore Airlines wird Zürich vorläufig nicht mit einem A380 anfliegen», stellt Christina Hollenweger klar, Sprecherin der Airline. Hauptgrund sind die Platzverhältnisse im Dock E des Flughafens: Die vorgesehenen Gates E 52 und E 67 bieten maximal 250 Sitzplätze vor dem Abflug.
Dies reicht für den Singapore-A380 mit 477 Passagieren bei weitem nicht. «Dafür müsste der Flughafen Zürich kostenintensive bauliche Anpassungen vornehmen», so Hollenweger.
Insider schätzen die Kosten aller notwendigen Massnahmen in Zürich auf einen mittleren einstelligen Millionenbetrag. «Wir benötigten für alle Anpassungen sicher eineinhalb Jahre», sagt Flughafen-Sprecherin Sonja Zöchling. Zuvor aber müsse eine Airline zusichern, dass sie Zürich längerfristig mit einem A380 anfliege.
Bei Singapore Airlines überlege man sich nun, wie man mit diesen Bedingungen umgehen soll, sagt Hollenweger. Bislang wurde die Schweiz von A380-Betreibern gemieden, weil das Passagieraufkommen viel zu gering ist.
Aus Kostengründen und wegen des derzeitigen Passagierrückgangs im Gefolge der Wirtschaftskrise wollte Singapore Airlines ihre zwölf Flüge pro Woche auf der Strecke Zürich–Singapur (mit einer Boeing 777, 278 Sitze) ab Januar 2010 durch tägliche Flüge mit einem A380 (477 Plätze) ersetzen.
In Medienberichten der letzten Wochen wurde bereits als Tatsache gefeiert, dass Singapore Airlines den A380 in die Schweiz fliegen wird. Der vorläufige Stopp für den Riesenflieger freut zumindest Fluglärmgegner. «Diese lauten Kisten benötigt die Bevölkerung rund um den City-Flughafen Zürich nicht», sagt Thomas Morf, Präsident des Vereins «Flugschneise Süd – Nein» (VFSN). Mehr Transitpassagiere seien ohnehin nicht erwünscht.