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Der Einsatz für Feuerwehrkommandant Heinz Sträter und seine Leute war brandgefährlich: In jedem Wohnwagen auf dem Gelände waren hochexplosive Gasflaschen. «Die müssen mit viel Wasser gekühlt werden. Und gleichzeitig galt es, alle Camper zu evakuieren.» Mit 120 Leuten rückten die Brandbekämpfer aus. Um 17 Uhr war alles gelöscht.
Ursula Sartor (48) kämpft mit den Tränen: «Mein Wohnwagen ist total niedergebrannt. Und auch mein Opel Cabrio ist völlig zur Sau.» Die Kioskverkäuferin lag in der Sonne, als es passierte. «Ich geriet völlig in Panik und rannte davon. Ich wollte mein Cabrio noch retten, aber es war zu spät. Die Gasflaschen explodierten schon und glühende Wohnwagenteile kamen geflogen.»
32 Jahre lang hat Sartor ihre Ferien und Freizeit auf dem Campingplatz verbracht. «Meine Einrichtung, mein Handy, Portemonnaie, Kleider – alles zerstört.»
Wohnwagenbesitzerin Stella von Hugo (64) hörte einen lauten Knall und sah eine riesige Rauchwolke aufsteigen: «Ich wollte fliehen, aber die Tore waren alle mit dicken Ketten verschlossen. Wir sind dann mit der Leiter über den Zaun gestiegen und davongerannt. Mir kam es ewig vor, bis die Feuerwehr vor Ort war.»
Der erste Retter war denn auch kein Feuerwehrmann – sondern der Landwirt Walter Streich. Er funktionierte kurzerhand seinen Güllenwagen zu einem Löschfahrzeug um: «Ich liess meine Gülle zurück ins Loch und füllte meinen Tank mit Wasser. Dann versuchte ich, so gut es ging, zu löschen. Vor allem wollte ich verhindern, dass noch mehr Gasflaschen explodierten.»
Doch plötzlich flog alles um Streich in die Luft. «Die Feuerwehr schickte mich dann weg. Es war viel zu gefährlich.»