Radio Energy vor dem Aus «Das darf in der Schweiz nicht passieren»

  • Publiziert: 18.09.2009, Aktualisiert: 19.01.2012

ZÜRICH – Dass das erfolgreichste Zürcher Radio seinen Sender abstellen muss, stösst auf Unverständnis. Hier die Reaktionen von 10 Prominenten.

«Dass der Staat ein Medium schliesst, darf in einem freien Land schlicht nicht passieren», sagt FDP-Nationalrat Filippo Leutenegger.

Er steht mit seinem Entsetzen über die definitive Absage an eine UKW-Frequenz für Radio Energy nicht alleine da. Über 270000 Hörer sind entsetzt. 60 Angestellte bei NRJ und zahlreiche Musiker ebenfalls.

Sie alle können nicht verstehen, dass man einem erfolgreichen, rentablen Radiosender die Lizenz entzieht.

Dani Büchi: «Wir geben weiter Vollgas»

Was war Ihre Reaktion auf den Bescheid?
Dani Büchi (31), Chef Energy Zürich: Ich war sehr enttäuscht. Es ist ein schwieriger Tag für mich und das Team. Es wird eine Weile dauern, bis ich diesen neuerlichen Rückschlag verdaut habe. Es ist sehr bitter, da wir so sehr gekämpft und auf Gerechtigkeit gehofft haben.

Wie haben Ihre Mitarbeiter reagiert?
Die Stimmung innerhalb des Teams ist selbstverständlich am Boden. Das Unverständnis ist gross. Man darf nicht vergessen, 60 Mitarbeiter bangen um ihren Job und müssen befürchten, Ende Jahr auf der Strasse zu stehen. Das geht an niemandem spurlos vorbei. Aber die Mitarbeiter leisteten bereits in den letzten, schwierigen Monaten Top-Arbeit. Ich bin überzeugt, dass wird sich auch jetzt nicht ändern.

Was passiert nun?
Solange wir auf Sendung sind, geben wir weiter Vollgas und kämpfen – mit allen Mitarbeitern an Bord! Wir wollen der Öffentlichkeit beweisen, dass wir eine Daseinsberechtigung haben.

Interview: Christian Wyss