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Kommt die unendliche Geschichte vom Zürcher Hardturm zu einem Happy-End?: Dort wo einst GC spielte, wo Länderspiele stattfanden, liegt nur noch Bauschutt rum (siehe Bilder unten). Das Hardturmstadion ist Geschichte. Und wäre es wegen anhaltenden Einsprachen und Baurekursen fast gebelieben.
Davon hat jetzt auch die Credit Suisse (CS) die Nase voll: Sie erklärte heute an einer Pressekonferenz, dass sie sich als Investorin zurückziehen und auf den Bau eines Fussballstadions mit Mantelnutzung verzichten werde.
Wirtschaftlich nicht mehr interessant
Begründet wird die Aufgabe des bisherigen Projekts vor allem damit, dass kein Ende der Rechtsstreitigkeiten absehbar sei. Das Hin und Her um den Bau des neuen Zürcher Fussballstadions auf dem Hardturm dauert seit rund acht Jahren an.
In dieser Zeit hätten sich auch die Bedingungen für die Wirtschaftlichkeit des Projekts geändert, heisst es weiter. Mittlerweile sei das vorgesehene Stadion kein wirtschaftlich interessantes Projekt mehr.
Stattdessen will die Bank auf dem Areal Wohnungen bauen. Gleichzeitig laufen die Pläne für ein reines Fussballstadion auf Hochtouren weiter.
Stadt baut Stadion bis 2014
Die Stadt Zürich wird nun als Stadionbauerin einspringen. Für rund 100 Millionen Franken – statt der zuvor geplanten 400 Millionen – will sie dennoch ein neues Fussballstadion bauen. Mit 20000 Sitzplätzen und ohne Mantelnutzung. Das neue Fussballstadion wird damit also deutlich kleiner als bisher geplant.
Stadt und CS werden vorerst in Form einer gemeinsamen Trägerschaft einen neuen Architekturwettbewerb ausschreiben. Läuft alles nach Plan, wäre das neue Fussballstadion im Hardturm frühestens 2014 fertig.
Mit dieser Radikallösung werden jetzt auch die noch hängigen Rekurse gegen den geplanten Hardturm-Neubau hinfällig.
Finanziert werden soll der Bau durch eine Volks-AG. Aktionäre sollen Investoren, die beiden Stadtclubs FCZ und GC sowie die Stadt und deren Einwohner werden.
CS baut nun Wohnungen
Damit das Stadion von der Stadt gebaut werden kann, muss das Land auf dem Hardturmareal zwischen CS und Stadt neu aufgeteilt werden. Die Grossbank will der Stadt Zürich das Gelände für das Stadion abtreten. Im Gegenzug will der Stadtrat einen Teil des städtischen Landes und dessen Nutzung an die Credit Suisse übertragen.
Auf diesem Teil können Büros und Wohnungen realisiert werden aber kein Shoppingcenter, wie bisher geplant.
Der neue Hardturm war von Beginn weg umstritten. Noch immer ist eine Beschwerde hängig. Gegner des Fussballstadions störten sich vor allem an der geplanten Mantelnutung: Neben einem Fussballstadion war ein Shoppingcenter geplant. (zum)