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400 bis 500 Personen versammelten sich am Samstag gegen 22 Uhr spontan beim Carparkplatz in der Nähe des Hauptbahnhofes und zogen dann durch die Stadtkreise 4 und 5. Unter ihnen waren nach Angaben der Zürcher Stadtpolizei rund 100 Personen aus der linksautonomen Szene.
Heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei
Der laut Polizei äusserst militante Demonstrationszug bewegte sich in Richtung Limmatplatz und Langstrasse, durch den Kreis 4 und in Richtung Stauffacher. Unterwegs versprayten die Demonstranten mehrere Autos und Fassaden. Ausserdem schlugen sie Fensterscheiben von Fahrzeugen, Geschäften und Restaurants ein.
Bei der Stauffacherbrücke kam es zu einer heftigen Auseinandersetzung zwischen Demonstrierenden und der Stadtpolizei. Mit Steinen, Flaschen und anderen Gegenständen bewarfen die Demonstrierenden die Polizisten. Diese setzten Gummischrot und Tränengas ein. Über Verletzte wurde bislang nichts bekannt.
Rebellen ohne Grund
Damit habe verhindert werden können, dass die Demonstranten in die Innenstadt vordringen konnten, schrieb die Polizei. Die Teilnehmer der Kundgebung zogen in Richtung Helvetiaplatz und Langstrasse ab, wo sich ihr Zug kurz vor 2 Uhr auflöste.
Hinweise auf einen konkreten Anlass zu der Demonstration lägen der Polizei nicht vor, sagte ein Sprecher der Stadtpolizei gestern Nacht. Festgenommen worden sei niemand.
250000 Franken Schaden am Tamedia-Verlagshaus
Diese Zahl nannte Tamediasprecher Christoph Zimmer gegenüber Radio 1. Nach den Krawallen von gestern Abend müsse Tamedia eingeschlagene Fensterscheiben in der Höhe von 250000 Franken ersetzen. Man sei schon mehrmals von Sachbeschädigungen betroffen gewesen; aber noch nie mit einem solchen Ausmass, so Zimmer weiter. (SDA/b35)