Bundesgericht hat seine Beschwerde abgelehnt Schänder-Pfleger definitiv verurteilt

ZÜRICH - Der Anästhesie-Pfleger Vedran B. (47) verging sich im Aufwachraum an Patientinnen. Das Bundesgericht hat nun das Urteil des Zürcher Obergerichts gegen den Mann bestätigt.

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Der ehemalige Pfleger des Universitätsspitals Zürich, Vedran B. (50), der sich zwischen 2008 und 2011 an mehreren frisch operierte Patientinnen vergriffen hat, wird definitiv wegen mehrfacher Schändung verurteilt. Zudem erhält er ein Berufsverbot von drei Jahren. Das Bundesgericht hat seine Beschwerde abgelehnt.

Das Bundesgericht kam zum Schluss, dass sich das Zürcher Obergericht ausführlich und sorgfältig mit den vorhandenen Beweisen gegen den Mann auseinandergesetzt habe. Weitere Gutachten seien nicht notwendig. Dass die Patientinnen halluzinierten oder ein Komplott gegen ihn geschmiedet hätten, könne ausgeschlossen werden.

Vedran B. wird somit definitiv wegen mehrfacher Schändung verurteilt und erhält vier Jahre Freiheitsstrafe sowie ein Berufsverbot von drei Jahren. Damit wird das Urteil des Zürcher Obergerichtes vom Dezember 2015 bestätigt (BLICK berichtete).

Hinter Gitter muss der Mann aber nicht: Weil er bereits 2011, also noch vor dem Urteil des Bezirksgerichtes Zürich vom Dezember 2013, in den vorzeitigen Strafvollzug ging, hat er seine vier Jahre bereits abgesessen. Weil ihm wegen guter Führung zudem ein Teil erlassen wurde, ist er seit 2014 wieder auf freiem Fuss. Bis Ende 2018 darf er aber nicht mehr in seinem Beruf arbeiten.

Mit Lavendel-Geist massiert

Die Opfer sagten in den Befragungen übereinstimmend aus, dass sie im Aufwachraum des Zürcher Universitätsspitals von einem Pfleger mit Lavendel-Geist an den Brüsten massiert worden seien. In einigen Fällen griff Vedran B. den frisch operierten Frauen auch zwischen die Beine und drückte ihre Hände an sein Geschlechtsteil.

Ans Licht gekommen waren die Übergriffe, weil eine Patientin Vedran B. (47) angezeigt hatte. Die Staatsanwaltschaft schrieb daraufhin 741 Frauen an, die zwischen 2008 und 2011 am Unispital operiert worden waren und fragte sie nach allfälligen Übergriffen. Zehn weitere Frauen erstatteten schliesslich Anzeige. (nbb/SDA)

Publiziert am 13.01.2017 | Aktualisiert am 13.01.2017
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3 Kommentare
  • Gautschi  Gregor , via Facebook 13.01.2017
    Nicht zu glauben das der in 3 Jahren wieder in einem Spital Arbeiten wird.
    Ich bin ja keine Frau,aber eine Frau hat ja absolut keine möglichkeit sich zu verteidigen wenn sie noch voll mit Medikamenten ist.

    Mich würde es auch absolut nicht wundern wenn der in 5 Jahren in einem Kindergarten arbeiten würde.
    Blick muss dirngend eine Auge auf denn haben in der Zukunft.
    Gruass us Chur Gregor
  • Thomas  Hager aus Luzern
    13.01.2017
    Drei Jahre Berufsverbot sind ein Witz, lebenslänglich ist angesagt. Der Datenschutz wird ausserdem verhindern das potentielle neue Arbeitgeber von seiner Vorgeschichte erfahren deshalb sollte man der Einfachheit halber sein Berufsdiplom einziehen.
  • Luna  T 13.01.2017
    Was mich immer mehr Aufregt ist die Tatsache, obwohl Straftäter erwischt werden bei ihren Schandtaten, es einfach nicht zu einer Einsicht kommt das sie was Schlechtes getan haben. Stattessen spielen sie die beleidigte Leberwurst und ziehen sie teil zu milde Strafen an die nächste Gerichtsinstanz in der Hoffnung die allgegenwärtige Kuscheljustiz auf ihre Seite zu bringen um einen Bedingten oder gar, so zynisch es ist, einen Freispruch zu erwirken. Das dreijährige Berufsverbot ist ein Witz.