Tierquäler-Jungs Büsi in Waschmaschine gesteckt und getötet

  • Publiziert: 17.05.2011, Aktualisiert: 03.01.2012
  • Von Adrian Schulthess

ZÜRICH - In einem Tankraum in Zürich-Nord wurde eine tote Katze gefunden. Drei Buben hatten sie in einer Waschmaschine getötet. Lernen unsere Kinder eigentlich noch, was Respekt vor Tieren bedeutet?

Zwei Wochen lang fehlte jede Spur von Katze «Sweety» (4). «Am 3. Mai kam sie einfach nicht mehr nach Hause», erzählt ihre Besitzerin Sheila L.* (35) aus Schwamendingen in Zürich-Nord. «Ich machte mir Sorgen. Aber an so eine Grausamkeit hätte ich nie gedacht.»

Am Montag gegen 20.30 Uhr klingelt dann das Telefon. «Eine Frau sagte mir, man habe Sweety tot in einem Tankraum in der Nähe gefunden.» Sheila L. lässt alles liegen und rennt zum Fundort. Erfährt dort die Wahrheit: Dass drei Buben (5, 6 und 7 Jahre) ihre Katze grausam quälten. «Ich brach einfach zusammen.»

Die Buben sind geständig. Erst schlugen und traten sie Sweety. Dann brachten sie die Katze in eine Waschküche, steckten sie in eine Waschmaschine, liessen diese laufen. Den Kadaver versteckten sie in ein Badetuch gewickelt im Heizungstankkeller nebenan. Dort blieb er zwei Wochen lang unentdeckt.

«Sie wollten die Katze waschen», behauptet der ältere Bruder des 5- und des 6-jährigen Buben. Die Mutter des dritten Buben (7) hat eine andere Ausrede: «Er wollte die Katze streicheln, die anderen schlugen zu. Er traute sich nicht, sie zu stoppen.»

Noch am Montagabend identifizierte Sheila L. Sweety. «Sie war schon stark verwest. Aber ich erkannte den Stummelschwanz.» Vor zwei Jahren hatte die Katze einen Autounfall, verlor dabei ein Auge und einen Teil des Schwanzes. Im Quartier kennt man sie deshalb auch als «Pirat» und «Stummeli». «Ich durfte den Sack zubinden, in dem die Polizisten Sweety abtransportierten. Ich band ihr die letzte Schleife. Den Geruch der Verwesung habe ich immer noch in der Nase», sagt Sheila L.

Jetzt prüft die Zürcher Stadtpolizei, ob die Eltern der Buben strafrechtlich belangt werden können. Sheila L. hat eine Anzeige eingereicht. «In der Erziehung ist sicher vieles falsch gelaufen. Wie soll man diesen Buben Respekt vor Tieren beibringen können? Ich habe eine wahnsinnige Wut in mir, neben der Trauer.» Jetzt müssen «Schneeflöckli» (3) und Sweetys Schwester «Tigi» (4) Sheila L. trösten.

* Namen der Redaktion bekannt

play «Schneeflöckli» (3) spendet Sheila L. Trost. (Fotos: Philippe Rossier)

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Schweiz

Büsi-Quäler: Sollten auch die Eltern bestraft werden?»

  • 66,0% Ja, sie haben ihre Kinder zu wenig gut erzogen.
  • 18,1% Nein, Kinder haben halt ab und zu Flausen im Kopf.
  • 15,8% Der Fall ist so schrecklich!