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Das Massenbesäufnis bringt jetzt also sogar die Zürcher Rettungskräfte ins Trudeln.
Letzte Woche flatterte das «dringende Zivilschutzaufgebot» in Dutzende Briefkästen: Sondereinsatz am nächsten Freitag in der Notunterkunft Promenadengasse. Dort nüchtern die Botellón-Opfer aus, werden medizinisch versorgt. Damit denen im Vollrausch nichts passiert, müssen die Zürcher Zivilschützer mit anpacken.
«Polizeivorsteherin Esther Maurer hat sich auf eine Art Notrecht berufen», sagt Urs Eberle, Leiter Kommunikation bei Schutz & Rettung Zürich. «Wir haben sofort gegen 90 Aufgebote für den kommenden Freitagabend versandt.»
Der Betreuungsjob wäre zwar Aufgabe der Profi-Retter. Aber die haben sowieso alle Hände voll zu tun: Langstrassenfest, Leichtathletikmeeting, Dörflifest, Theaterspektakel und Quartierfeste. Jetzt noch das Massenbesäufnis – am Wochenende brummt Zürich!
Schutz & Rettung rechnet laut Zivilschutz-Aufgebot «mit einer voraussichtlich sehr grossen Zahl Teilnehmender (mehrere Tausend)» am ersten Zürcher Botellón.
100 Betten stehen bereit
7200 Mitglieder zählte die Facebook-Gruppe zum Zürcher Massenbesäufnis bis gestern. Über 1700 wollen am Freitag auf der Blatterwiese mittrinken.
Weiter heisst es im Zivilschutz-Aufgebot: «Aufgrund von Erfahrungen muss davon ausgegangen werden, dass rund 10 Prozent medizinische Betreuung benötigen.»
Im schlimmsten Fall müssen sich die Zivilschützer also mit Hunderten erbrechenden und bis zur Bewusstlosigkeit betrunkenen Jugendlichen herumschlagen.
«Die Patientensammelstelle ist mit etwas über 100 Betten ausgestattet», sagt Eberle. Falls die
Unterkunft voll werde, verteile man die Betrunkenen weiter.
Spätestens dann haben die Zürcher Zivilschützer selber ein Bier verdient.
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Botellón: Der Alkohol fliesst in Strömen, getrunken wird bis zum Umfallen. (Keystone)