Botellón-Besucher sind die grössten «Säuniggel»

ZÜRICH – Im Vergleich dazu sind die Raver an der Street-Parade heilig: 2,6 Kilo Abfall hinterliess jeder Botellón-Teilnehmer in der Stadt. Die Rangliste der Abfallsünder.

  • Publiziert: 13.03.2009, Aktualisiert: 13.01.2012

Botellón-Besucher machen am meisten Dreck. Das bringt eine Interpellations-Antwort des Zürcher Stadtrates an den Tag. Ganze 2,6 Kilogramm Abfall pro Person musste die Stadt nach dem Blatterwiese-Fest im letzten Sommer zusammenkehren.

24000 Franken Reinigungskosten

Umgerechnet auf die 2500 Teilnehmer lagen somit 6,5 Tonnen Becher, Kartons, Flaschen und Grill-Abfälle am Zürichhorn. Für die Reinigung musste die Stadt 24000 Franken aufwenden. Mit weiteren 10000 Franken musste sie die Schäden an der Wiese reparieren.

Finden in diesem Sommer weitere Botellones statt, sollen die Kosten an den Organsiator überwälzt werden – sofern dieser eruiert werden kann. Die Durchführung eines solchen Anlasses werde man zudem nur noch dort tolerieren, wo ohne grösseren Mehraufwand gereinigt werden könne, schreibt der Stadtrat in seiner Antwort auf eine Interpellation der FDP.

Street-Parade: nur 100 Gramm Abfall pro Person

Einiges sauberer wird an anderen Volksfesten in der Stadt Zürich gefeiert. Am Langstrassenfest beispielsweise liessen die 250000 Besucher im letzten Sommer durchschnittlich nur je hundert Gramm Abfall liegen, insgesamt also 24 Tonnen.

Ebenfalls nur 100 Gramm pro Person verursachten die Besucher der Street-Parade, bei geschätzten 850000 Besuchern machte dies 85 Tonnen.

Fussballfans hinterlassen am wenigsten Dreck

Die Wurstpapiere und Bierbecher am letztjährigen Sechseläuten brachten insgesamt 18 Tonnen auf die Waage, was bei geschätzten 150000 Zuschauern 120 Gramm pro Kopf ausmacht.

Am wenigsten Dreck verursachen aber die Besucher eines Super-League-Spiels im Stadion Letzigrund: Sie lassen nur 16 Gramm pro Person liegen. Bei 30000 Fans macht dies grade mal eine halbe Tonne Abfall. (SDA)

So sah Zürich nach dem Massenbesäufnis aus: