ZÜRICH - Angestachelt von der Basler Uni, flammt auch in Zürich die Diskussion um fleischlose Menüs wieder auf.
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Salatbar in der Mensa der Uni Zürich.
(Keystone)Die Mensa der Uni Basel soll nur noch vegetarische Gerichte anbieten, das hat der Studierendenrat vergangene Woche entschieden. Obwohl ein Student nun dagegen das Referendum ergriffen hat, hat sich die Diskussion bereits auf andere Kantone ausgebreitet: «An der Uni Zürich flammt die Diskussion um eine Vegi-Mensa wieder auf», sagt Thomas Schibli vom Vorstand des Studierendenrats (StuRa) der Uni Zürich. «Durch die Entwicklung in Basel wird wieder mehr über das Thema gesprochen.»
Dabei war der Zürcher StuRa Basel zuerst voraus: «Bereits im Mai 2011 haben wir über den Antrag einer vegetarisch-veganen Gruppe diskutiert, die Fleischmenüs in der Mensa abzuschaffen.» Nach einigen Diskussionen sei der Antrag zwar abgelehnt, dafür aber der Gegenvorschlag angenommen worden: «Wir einigten uns darauf, einen vegetarischen Tag in der Woche einzuführen, täglich ein veganes Menü anzubieten, den Salat zu verbilligen und das Essen für Allergiker und Veganer besser zu kennzeichnen», sagt Schibli.
Doch dann geriet der Entscheid in eine Sackgasse: «Es gab Widerstand und Ablehnung. Die Mensa-Kommission ist gar nicht auf das Thema eingegangen», sagt Schibli. Heute sind die Menüs in der Mensa nach wie vor sehr fleischlastig: «Es gibt jeweils ein vegetarisches Menü, ein Pastagericht, das man auch mit einer vegetarischen Sauce nehmen kann und fünf bis sechs Menüs mit Fleisch.»
Renato Pichler, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus, würde eine Umstellung begrüssen. «Studenten sind sowieso eher Vegetarier als die Durchschnittsbevölkerung, weil sie gebildeter sind», sagt er. Er schlägt aber einen Kompromiss vor: «Es könnte weiterhin ein Menü mit Fleisch angeboten werden. Alles andere wäre dann vegetarisch oder vegan.»
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