Nach Basler Vorbild Auch Zürcher Studis wollen Vegi-Mensa

ZÜRICH - Angestachelt von der Basler Uni, flammt auch in Zürich die Diskussion um fleischlose Menüs wieder auf.

  • Publiziert: 25.09.2012
  • Von Andrea Schmits
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Salatbar in der Mensa der Uni Zürich.

(Keystone)

Die Mensa der Uni Basel soll nur noch vegetarische Gerichte anbieten, das hat der Studierendenrat vergangene Woche entschieden. Obwohl ein Student nun dagegen das Referendum ergriffen hat, hat sich die Diskussion bereits auf andere Kantone ausgebreitet: «An der Uni Zürich flammt die Diskussion um eine Vegi-Mensa wieder auf», sagt Thomas Schibli vom Vorstand des Studierendenrats (StuRa) der Uni Zürich. «Durch die Entwicklung in Basel wird wieder mehr über das Thema gesprochen.»

Dabei war der Zürcher StuRa Basel zuerst voraus: «Bereits im Mai 2011 haben wir über den Antrag einer vegetarisch-veganen Gruppe diskutiert, die Fleischmenüs in der Mensa abzuschaffen.» Nach einigen Diskussionen sei der Antrag zwar abgelehnt, dafür aber der Gegenvorschlag angenommen worden: «Wir einigten uns darauf, einen  vegetarischen Tag in der Woche einzuführen, täglich ein veganes Menü anzubieten, den Salat zu verbilligen und das Essen für Allergiker und Veganer besser zu kennzeichnen», sagt Schibli.

Doch dann geriet der Entscheid in eine Sackgasse: «Es gab Widerstand und Ablehnung. Die Mensa-Kommission ist gar nicht auf das Thema eingegangen», sagt Schibli. Heute sind die Menüs in der Mensa nach wie vor sehr fleischlastig: «Es gibt jeweils ein vegetarisches Menü, ein Pastagericht, das man auch mit einer vegetarischen Sauce nehmen kann und fünf bis sechs Menüs mit Fleisch.»

Renato Pichler, Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Vegetarismus, würde eine Umstellung begrüssen. «Studenten sind sowieso eher Vegetarier als die Durchschnittsbevölkerung, weil sie gebildeter sind», sagt er. Er schlägt aber einen Kompromiss vor: «Es könnte weiterhin ein Menü mit Fleisch angeboten werden. Alles andere wäre dann vegetarisch oder vegan.»

Beliebteste Kommentare

  • Monica  Rebolledo , Chillan
    «Studenten sind sowieso eher Vegetarier als die Durchschnittsbevölkerung, weil sie gebildeter sind»,
    Herrn Pichler, arroganter gehts wohl nicht mehr, ich galube eher Sie sie mehr eingebildet als ausgebildet
  • Michael  Beeler
    Was soll denn der Unsinn??? Ich bin auch Student an der Uni Zürich und muss den Aussagen bzw. wohl eher dem Wunschdenken des Vegetarismus-Vereinigungs-Präsidenten klar eine Abfuhr erteilen: Es gibt unter den Studenten nicht besonders viele Vegetarier. Vielmehr sind die Studenten froh, wenn sie in der Mensa günstige Fleischgerichte bekommen. Und für die Minderheit, welche das nicht will, gibts ja das Vegi-Menu. Die Situation ist also gut so wie sie ist und hoffentlich auch bleibt...!

Alle Kommentare (13)

  • Peter  Nüesch , Balgach
    «Studenten sind sowieso eher Vegetarier als die Durchschnittsbevölkerung, weil sie gebildeter sind». Wohl eher, weil sie nicht harte körperliche Arbeit leisten wie Bauarbeiter, Waldarbeiter etc., sondern kugelschreiberkauend faul auf ihren Sessel rumlümmeln und sich dabei besonders wichtig und schlau vorkommen. PS. Ich bin auch Uni-Absolvent und esse auch nur etwa 1-3 Mal pro Woche Fleisch, aber ohne gehts auf Dauer nun mal nicht. Das Problem ist auch nicht das Töten der Tiere, sondern lausige Haltungsmethoden. Nicht einzusehen ist jedenfalls, dass man Fleich verbieten will. Abgesehen davon: Sind Pflanzen etwa keine Lebewesen? Und was ist z.B. mit den von M13 bis dato in GR gerissenen 100 Schafen? Das finden die sog. Tierschützer dann wieder cool oder was? Eingebildet, arrogant und verblödet, diese militanten Vegetarier.
  • Orlando  Nema , via Facebook
    habt ihrs bald mit den Bevormundungen. Soll jeder das Essen was er will - aber ehrlich gesagt, wundert es mich nicht, dass die Akademiker immer bleicher, dünner und dümmer werden.
  • Manuel  Merki , Zürich , via Facebook
    Die Aussage wirkt vielleicht arrogant, ist allerdings eine belegte Tatsache. Reichere und gebildetere Gesellschaftsschichten essen am wenigsten Fleisch, Tendenz weiter abnehmend.

    Leset selber: http://bit.ly/PYRsnv
    • Josua  Häfeli , Luzern
      Na Und? Daraus kann man doch nicht schliessen, dass alle Fleischesser ungebildeter sind!
      Auch Homosexuelle sind mehrheitlich gebildetere Leute. Wollen sie mir jetzt sagen dass alle Leute Homosexuell werden sollen nur weil viele Akademiker es ja sind?
      • 26.09.2012
      • als Kommentar auf Manuel  Merki , Zürich
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      • 13
  • Michi  Beck
    Studenten sind Vegetarier weil sie gebildeter sind? Hackts? Solche Aussagen gehören bestraft ... mit einer Pouletkeule werfen.
  • Renato  Pichler
    Erstaunlich wie die Emotionen bei Fleischessern hochgehen, wenn man ungeliebte Wahrheiten ausspricht: Es ist eine vielfach erwiesene Tatsache, dass Studenten eher vegetarisch leben als andere Bevölkerungsschichten. Alle Umfrageergebnisse belegen dies deutlich. Selbst das BAG schreibt zum Anteil von Vegetariern: "Bei den Frauen sind es eher die jungen und besser gebildeten als die älteren und weniger gebildeten" www.bag.admin.ch/themen/ernaehrung_bewegung/05207/05219/index.html?lang=de
    Das sind die Fakten. Sorry, Fleischesser.
    • Josua  Häfeli , Luzern
      Studenten sind auch eher homosexuell als andere Bevölkerungsschichten! Müssen sich jetzt alle Heteros umpolen lassen oder wie?
      Studenten kiffen auch mehr als andere Bevölkerungsschichten. Müssen jetzt alle anderen auch zu kiffen anfangen?
      Studenten wählen auch meistens links. Müssen deswegen jetzt auch alle links wählen?
      Ich könnte die Liste beliebig weiterführen... Merken sie wie kurz gedacht ihre Aussage bezüglich des Zusammenhangs von Bildung und Vegetarismus sind?
      Verstehe nicht wie es kommt, dass ein solcher Kommentar so viele "Daumen Hoch" kriegt.
      • 26.09.2012
      • als Kommentar auf Renato  Pichler
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