Anwalt aus Stadtkasse finanziert Opfiker IV-Stadträtin soll 10’000 Franken zurückzahlen

OPFIKON ZH - Die Sozialbehörde von Opfikon ZH zahlte ihrer eigenen Chefin 10’000 Franken an Anwaltskosten. Der Stadtrat hatte dasselbe zwei Mal abgelehnt. Nun soll die Frau, die auch Stadträtin ist, das Geld zurückzahlen.

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Die Opfiker Stadträtin Beatrix Jud engagierte einen Anwalt, der sie für über 17’000 Franken beriet.

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Seit eineinhalb Jahren befasst sich eine Untersuchungskommission (PUK) in Opfikon ZH mit der parteilosen Stadträtin Beatrix Jud. Denn Jud erhält wegen eines Hirnschlags eine volle IV-Rente, arbeitet aber gleichzeitig 30 Prozent als Stadträtin.

Bei der Untersuchung stiess die PUK auf neue Ungereimtheiten, wie sie heute in einem Zwischenbericht schreibt. Während der ersten Untersuchung liess sich Jud von einem Rechtsanwalt beraten. Kosten: 17’644.35 Franken. Jud zahlte die Rechnung erst selber, forderte dann aber Geld vom Stadtrat. Bei ihren Ratskollegen blitzte sie ab.

Da versuchte Jud es mit dem gleichen Antrag bei der von ihr geleiteten Sozialbehörde – diesmal mit Erfolg. Das Sozialamt zahlte ihr 10’000 Franken an die Anwaltskosten.

Für die restlichen 7600 Franken gelangte sie nochmals an den Stadtrat. Dieser lehnte im Dezember 2015 abermals ab.

Jud habe «in verschiedener Hinsicht äusserst fragwürdig» gehandelt, schreibt nun die PUK. Sie scheine mit allen Mitteln versucht zu haben, «eine wohl ungerechtfertigte Vergütung von Anwaltskosten durch die Stadt zu erwirken».

Die Forderung der PUK: Die Sozialvorsteherin soll die 10’000 Franken an die Stadtkasse zurückzahlen. (lha/SDA)

Publiziert am 18.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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10 Kommentare
  • Domenico  Gravino 19.11.2016
    Seit Jahren werden sämtliche IV-Anträge gesamtschweizerisch nachkontrolliert, ca. 40 Prozent wurden bearbeitet. Aber auch solche Fälle müssen eine Strafmassnahme beinhalten, ansonsten..es lebe der Selbstbedienungsladen der Steuererträge und sozialen Abgaben usw...
  • Fabienne  Serventi 19.11.2016
    Unglaublich wer hat hier alles mitgemacht? Sämtliche Behörden zur Rechenschaft ziehen! IV da hätte man vermutlich Beziehungen oder sie ist eine perfekte Schauspielerin! Aber eines ist Gewiss : hart bestrafen !!!!
  • hanspeter  kobelt 19.11.2016
    Solche Leute ruionieren unser Sozilsystem, indem sie betruegen! Man kann wohlkaum 100 Prozent IV beziehen, aber gleichzeitig 30 Prozent arbeiten uns Salaer beziehen. Toll, dass Behoerdenmitglieder in der Schweiz mehr und mehr merken, wie man das Land "ausnehmen" kann! Fuer den Rest der Invaliden und Rentner fehlt dann halt einfach das Geld. So einfach ist das! Hat diese Frau auch ein Schamgefuehl? Sieht nicht so aus.
  • Ernst  Rietmann aus Weinfelden
    18.11.2016
    Da gibt es nur eines, sofortiger Rücktritt und Rückzahlung des Betrages von 10000. In der Politik und in öffentlichen Ämtern hat Jud rein gar nichts mehr verloren.
  • Rocco  Martignoni , via Facebook 18.11.2016
    Stadratin mit IV offenbar braucht mann nur 30 Prozent für diese Job, also bedeutet das alle Stadraten / innen 70 Prozent nichts zu tun haben aber trotzdem 100 Prozent Lohn erhalten. In Normal Fall mussen Social Bezuger erst dieses Amt fragen ,