Für viele Technofans findet heute das Highlight des Jahres statt: Die Street Parade. Rund 900'000 Besucher werden rund um das Zürcher Seebecken erwartet. Zugegeben: Lovemobiles, schrille Kostüme und laute «nznz»-Musik ist nicht jedermanns Sache. Hinzu kommt eine komplett verstopfte Innenstadt. Wer morgen beispielsweise von Wollishofen ins Seefeld gelangen will, muss es gar nicht erst versuchen.

Trotzdem muss man sich über die Massenparty nicht aufregen: Die Street Parade hat auch für Nicht-Raver durchaus positive Seiten. Laut Lilian Spörri von Zürich Tourismus bietet die Stadt zahlreiche Alternativen. Trotz schönem Wetter wäre ein Besuch im Kino empfehlenswert. «Weil viele Leute an der Street Parade sind, dürfte ein Kinobesuch fast zu einem Home-Cinema-Erlebnis werden», sagt Spörri. Sogar für das sonst ausverkaufte «OrangeCinema» morgen Abend gebe es noch Tickets.

Viel nackte Haut, aber ohne laute Musik gibts am Katzensee, in der städtischen Badi Allenmoos oder im Dolderbad. Für Familien eigne sich ausserdem ein Besuch im Zoo, fernab vom wilden Treiben in der City.

Winterthur profitiert von der Street Parade

Wer der Stadt Zürich trotz gutem Alternativprogramm heute den Rücken kehren will, ist in Winterthur gut aufgehoben. «Während der Street Parade zählen wir die eine oder andere Übernachtung mehr», sagt Remo Rey, Direktor von Winterthur Tourismus.

Besonders empfehlenswert sei beispielsweise die Ausstellung «Strange Fruits» von Rosângela Rennó im Fotomuseum Winterthur, sagt Rey. Der Künstler zeigt politisch-kulturelle Bilder mit einem Hang zum Dreidimensionalen. Weniger farbig ist die «Schwarz auf Weiss»-Austellung im Museum Oskar Reinhard am Stadtgarten. «Für Partygänger, die mit gut angezogenen Leuten tanzen wollen, empfehle ich den Club  Bolero», sagt der Direktor von Winterthur Tourismus.

Jeden Sommer flüchten zahlreiche Zürcher auch gerne in die Schweizer Hauptstadt. Was für die Zürcher die Street Parade, ist für die Berner das Strassenmusikfestival «Buskers». Mit einem non-kommerziellen Programm mit 150 Artisten aus zwanzig verschiedenen Nationen und einer nachhaltigen Gastronomie ist das «Buskers» das pure Gegenteil. (woz)

Beliebteste Kommentare

  • Manfred  Schnyder , Wanzwil
    Eine grosse Party für viele und natürlich Selbstdarsteller. Ich hoffe trotzdem, dass in Sachen Sicherheit auch etwas getan wird.

Alle Kommentare (3)

  •   Heinz Knauser , z.Zeit in Thailand
    Tolles Fest, tolle Bilder vom Blick.
    Alles passte auch das Wetter!
    • 12.08.2012
    • 1
    • 2
  • Werner   Werhub , GloBâle Tuvalu , Vaiaku / Fongafale
    blutt nach Zürich
    angezogen nach Winterthur
    oder mit dem Mantel nach Baden.

    Gruss vom Atoll
  • Manfred  Schnyder , Wanzwil
    Eine grosse Party für viele und natürlich Selbstdarsteller. Ich hoffe trotzdem, dass in Sachen Sicherheit auch etwas getan wird.

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