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Für die einen ist es ein Kulturschatz, für die anderen nur ein Ärgernis bei der Bauplanung: Die Eröffnung des «Parkhaus Opéra» verzögert sich um ein Jahr, weil bei Sondierungen auf der Baustelle Fachleute der Archäologie auf über 5000 Jahre alte Kulturschichten stiessen.
Den aussergewöhnlichen Fund machten Fachleute bei archäologischen Sondierungsarbeiten. Diese wurden parallel zu den derzeitigen Bauarbeiten für das neue Parkhaus Opéra durchgeführt. Dabei stellte sich heraus, dass der Boden mehrere Siedlungsphasen mit Pfahlbaudörfern der Stein- und Bronzezeit birgt.
«Potenzielles Unesco-Weltkulturerbe»
Für die Eidgenössische Denkmalpflegekommission handelt es sich um einen Fund von internationaler Bedeutung, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Der Verzicht auf eine Rettungsgrabung käme ihrer Meinung nach dem «undokumentierten Verlust eines potenziellen Unesco- Welterbes» gleich.
Da es sich beim Fundort um einen sogenannten Feuchtboden handelt, ist er besonders wertvoll: Hölzer, Geweihe, Knochen, Pflanzen, Speisereste, ja selbst Textilien werden unter diesen Bedingungen nämlich bestens konserviert.
Die Stadtarchäologie plant, innert kürzester Zeit rund 40 Fach- und Grabungsleute anzustellen. Die Planungen für die Grabungen liefen bereits auf Hochtouren.
Die Kosten für archäologische Arbeiten schätzt die Stadt auf rund 12 Mio. Franken. Für die Rettungsgrabungen hat der Stadtrat einen dringlichen Kredit von 6 Millionen Franken bewilligt, ein Kredit über weitere 6 Mio. Franken soll zu einem späteren Zeitpunkt dem Gemeinderat vorgelegt werden.
Die provisorischen Parkplätze auf dem Sechseläutenplatz bleiben bis Ende des Baus bestehen.
Fundstücke: Die Hinterlassenschaft der ersten Zürcher- ZVG