Also doch! Der Hafenkran kommt 2014

ZÜRICH - Der Rekurs gegen die Baubewilligung wurde zurückgezogen – jetzt planen die Initianten schon weitere «überraschende Aktionen».

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So soll der Hafenkran neben dem Rathaus aussehen. play

So soll der Hafenkran neben dem Rathaus aussehen.

(Stadt Zürich)

Jetzt ist es definitiv: Der einzige Rekurs gegen die Baubewilligung für den Hafenkran sei zurückgezogen worden, teilte die Stadt Zürich heute mit. Damit stehe der Verwirklichung des Projekts nichts mehr im Weg. 2014 soll es so weit sein.

«Jetzt sind die Hindernisse ausgeräumt», sagt Jan Morgenthaler vom Künstler-Team «Zürich Transit Maritim». Es gäbe viel zu organisieren. Welcher Hafenkran am Limmatquai neben dem Rathaus zu stehen kommen wird, ist noch nicht entschieden. «Wir haben mehrere Angebote aus Europa», sagt Morgenthaler. «Diese schauen wir uns nun genauer an.»

Das Aufstellen des Krans braucht mindestens ein Jahr Vorlauf. Wann genau der Auf- und Abbau des Krans erfolgt, wird aus künstlerischen Überlegungen nicht bekannt gegeben. Möglich ist laut Morgenthaler aber ein Aufbau im Sommer oder Herbst.

In den zwei Jahren bis zum Aufbau des Krans sei mit weiteren Überraschungen zu rechnen. «Wir verraten nicht, was. Das ist wie bei einem spannenden Film.»

Das Kunstprojekt solle «zum Lächeln oder Kopfschütteln animieren, aber eher zum Lächeln», sagt  Morgenthaler. «Durch den Hafenkran kann man in Zürich ein bisschen Meeresluft schnuppern.»

Kritiker sehen das anders: «Meeresluft? Der Kran riecht höchstens nach Metall», sagt SVP-Fraktionschef Mauro Tuena zu Blick am Abend. Er findet das Projekt «einen Seich». «Kosten von über 600 000 Franken für nichts. Zürich ist doch nicht Hamburg. Ein Hafenkran gehört hier nicht hin.»

Beliebteste Kommentare

  • Toni  Riess , Buch
    Mal ehrlich, für gescheiteres kann man nicht Geld ausgeben?
    Wenn ich Baukräne sehen möchte, geh ich einen grossen Hafen besuchen oder eine Baustelle.
  • fabio  savos , bern
    sieht erlich gesagt nur hässlich aus..anstatt diese 600000 dafür auszugeben,könnte man,1000 gute dinge damit anstellen aber nein ein hafenkran in zürich muss es sein

Alle Kommentare (13)

  • Peter  Aebi , Mumpf , via Facebook
    Vielleicht wollen sie das nächste mal eine Unterwasserbahn in der Limmat realisieren, sozusagen für die Fische? Oder einen Kühlturm in die Altstadt verpflanzen? Man könnte ja auch einige Ölbohrtürme neben die Limmat stellen... Kunst ist ja flexibel und wer richtig Geld hat redet nicht über die Kosten. Unsinn macht ja heutzutage Sinn!
    • 18.07.2012
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  • Peter  Balu J , via Facebook
    Hauptsache, für Blödsinn Geld rausschmeissen. Unter dem Label Kunst geht das ja perfekt.
    Sparen kann man bei den anderen Departementen.
    • 18.07.2012
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  • Meier  Susi , Luzern
    Vielleicht bekäpfen die Zürcher so ein wenig ihr Minderwertigkeitskomplex. Wenn sie schon keinen grossen Hafen haben wie Basel, wollen sie wenigstens einen Kranen.
  • Rees  Keller , Basel
    600000 Franken für Eisenschrott - wie lange, vor allem aber wie viele Menschen in Not könnte man damit unterstützen? Was für Projekte könnte man untersützen, um Jugendlichen neue Perspektiven zu geben? Kunst sollte sicher Platz in unserer Gesellschaft finden, aber dieses Projekt, ist zumindest für mich völlig absurd und fehl am Platz...
    • 18.07.2012
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  • Daniel  Metzener , Zürich , via Facebook
    Ein solcher Kran passt zum Hamburg, Rotterdam etc. - ehrlich gesagt, sieht ein solcher Kran in Zürich eher lächerlich, wenn nicht überheblich aus. Zürich ist zwar eine schöne Weltstadt, sollte jedoch ein bisschen vom hohen Ross runterkommen und die Steuergelder gescheiter ausgeben - es gibt hier sicher Notstände, welche viel wichtiger sind.
    • 18.07.2012
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