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Blick.ch: Frau Helfer, ist ein Verbot die Richtige Lösung gegen Saufgelage, Pöbeleien und Vandalismus?
Monique Helfer: Wenn eine Stadt zum Ziel hat, Ruhe und Ordnung zu schaffen, mag dies helfen. Wollen die Sozialdepartemente etwas gegen das Rauschtrinken bei Jugendlichen unternehmen, kommt man damit nicht weit.
Was braucht es dann?
Ein ganzes Paket an Massnahmen: die Alkoholabgabe stärker kontrollieren, über die gesundheitlichen Folgen informieren oder Streetworker einsetzen.
Was würde ein Verbot noch mit sich bringen?
Verbote im öffentlichen Raum könnten den Konsum in private Räume verlagern, wo die soziale Kontrolle noch geringer ist.
Wo hört persönliche Freiheit zugunsten der Gesellschaft auf?
Das Zusammenleben in einer Gesellschaft braucht Regeln. Wie weit diese im Fall des Alkoholkonsums in der Öffentlichkeit gehen sollen, darüber herrscht noch lange kein einheitlicher Konsens. (fr)
Monique Helfer