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Sonntagnachmittag kurz vor 15.30 Uhr. Auf der Feldstrassse im Zürcher Kreis 4 fährt ein Trolleybus der VBZ-Linie 31 stadteinwärts.
Als der Chauffeur (50) in die Schöneggstrasse abbiegen soll, passierts: Der Bus fährt in der scharfen Rechtskurve geradeaus – und prallt mit voller Wucht in das «Brocken-Stübli» im Parterre (siehe Diashow).
Chauffeur und zehn Passagiere im Spital
Die Hausmauer zerstört die Fahrerkabine des 31ers. Schutz & Rettung muss den Chauffeur aus dem Wrack bergen. Er und ein Passagier sind mittelschwer verletzt und heute noch im Spital. Im Unterschied zu neun leicht Verletzten, die fast alle wieder zuhause sind.
«Der Chauffeur ist nicht in Lebensgefahr», sagt Polizeisprecher Marco Cortesi zu Blick.ch. «Zum Glück ist der Bus nicht gerast. Wir rechnen mit 30 bis 40 Stundenkilometern. Wäre dieser Unfall einem Überland-Bus bei Tempo 80 passiert, hätte es den Fahrer erdrückt.»
Zwei Verletzte werden gestern vor Ort behandelt, vier weitere verlassen die Unfallstelle selbständig. Insgesamt 17 Personen – elf Frauen und sechs Männer im Alter zwischen 16 und 75 Jahren – haben bei dem Busunfall meist Prellungen und Schürfungen erlitten.
Bewohner um Mitternacht wieder zuhause
Da der Bus seitlich im Brocki-Schaufenster steht, verstärkt die Feuerwehr das Gebäude mit Stützen und evakuiert die Bewohner. Erst dann wird der 31er aus dem Haus gezogen.
Die betroffene Kreuzung bleibt den ganzen Abend gesperrt. Um Mitternacht gibt die Polizei das Haus wieder frei. Die Bewohner dürfen die Nacht auf heute in ihren eigenen Betten verbringen.
«Das Haus wird zwar noch gestützt, ist aber nicht einsturzgefährdet», sagt Cortesi. Der Sachschaden beläuft sich auf mehrere Hunderttausend Franken.
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Der «31er» bei der nächtlichen Bergung. (8989/Leserbild)