ZÜRICH - Auch bei uns könnten Diebesbanden die Rhinozerosse abschlachten – wegen ihrer Hörner, die auf dem Schwarzmarkt viel Geld einbringen.
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Dieses Nashorn im Zoo Zürich ist gefährdet.
(Zoo Zürich)Diebesbanden aus Osteuropa machen derzeit weltweit Zoos und Museen unsicher: Sie schlachten Rhinozerosse ab, um ihre Hörner auf dem Schwarzmarkt in China teuer zu verkaufen.
Die Gefahr spürt auch der Zoo Zürich: Wie Radio 24 heute berichtet, hat die Zoo-Leitung Sicherheitsmassnahmen getroffen, um seine drei Nashörner zu schützen.
«Was genau wir unternommen haben, möchte ich aus Sicherheitsgründen nicht bekannt geben», sagt Zoo-Direktor Alex Rübel zu Blick am Abend.
Rübel selbst wurde vor einiger Zeit im Lewa Wildlife Conservancy in Kenia Zeuge der Gräueltaten. «Obwohl der Park sehr gut bewacht war, erschossen Wilderer zwei Nashörner», sagt Rübel. So etwas wolle er in Zürich verhindern. «Ich hoffe nicht, dass unsere Tiere je Opfer von solchen Diebesbanden werden.»
Natürlich sei so eine Tat in einem Zoo viel schwieriger zu begehen als in einem riesigen Tierreservat. «Doch wir wollen den Dieben keine Gelegenheit geben», sagt Rübel.
Das Pulver zermahlener Hörner gilt in Asien als Potenz- und Heilmittel und ist entsprechend begehrt. Im Jemen wird das Horn auch als Handgriff für Dolche verwendet. «Für ein Kilo Horn gibt es auf dem Schwarzmarkt um die 60'000 US-Dollar», sagt Rübel. Ein Horn wiege etwa vier bis fünf Kilo.
Die Diebe haben nicht nur lebende Nashörner in Zoos und Tierreservaten im Visier, sondern auch ausgestellte Präparate in Privatbesitz oder in Museen.
Erst vergangene Woche wurden im österreichischen Krems vier Männer aus Polen verurteilt, weil sie Rhinozeros-Teile aus einer Burg gestohlen hatten.
Das Naturhistorische Museum des zoologischen Instituts in Zürich und das Naturmuseum in Winterthur sind vor derartigen Übergriffen sicher: Sie haben keine Nashorn-Hörner ausgestellt.
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