Zürcher SVP setzt Bündnern Ultimatum

  • Publiziert: 01.04.2008, Aktualisiert: 03.01.2012

ZÜRICH – Die Zürcher SVP-Scharfmacher machen ernst: Die Landespartei soll dafür sorgen, dass die Bündner bis Ende Monat Eveline Widmer-Schlumpf rausschmeissen.

Die Schimpftiraden aus Zürich nehmen auf den Showdown hin weiter zu: Eveline Widmer Schlumpf habe bei der jüngsten Bundesratswahl die eigene Partei verraten und ihr schweren Schaden zugefügt, schrieb die Zürcher SVP heute Abend. Denn Widmer-Schlumpf habe «mitgeholfen, den leistungsstärksten Bundesrat Christoph Blocher abzuwählen».

Deshalb habe der Kantonalvorstand der SVP des Kantons Zürich heute beschlossen, die SVP Schweiz aufzufordern, dafür zu sorgen, dass sich die SVP des Kantons Graubünden innert Monatsfrist von Widmer-Schlumpf trenne. Komme die Bündner SVP dieser Forderung nicht nach, so sei diese aus der SVP Schweiz auszuschliessen.

Die Wählerinnen und Wähler – vor allem die 3000 Neumitglieder allein im Kanton Zürich – erwarteten in Sachen Widmer-Schlumpf von der schweizerischen Partei endlich ein konsequentes Handeln, hält der Vorstand der Zürcher SVP fest.

Die gleiche Forderung hatte bereits zuvor SVP-Präsident Toni Brunner erhoben. Am Freitag beschäftigt sich der Zentralvorstand der Mutterpartei mit der Ausschlussfrage und entscheidet über das weitere Vorgehen.

Die SVP Graubünden hatte gestern Abend mitgeteilt, sie werde sich erst an der Delegiertenversammlung der Mutterpartei am Samstag in Lungern OW zu allfälligen Beschlüssen äussern. (SDA/hhs)

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