Zürcher Kantonsrat: Armeewaffen weg!

  • Aktualisiert am 03.01.2012

ZÜRICH – Der Zürcher Kantonsrat will rasch klären, ob die Armeewaffen künftig im Zeughaus gelagert werden können: freiwillig und kostenlos.

Das ist eine klare Botschaft: Der Vorstoss von SP, CVP und EVP erreichte 90 Stimmen. Nötig gewesen wären 60 Stimmen.

Zuhause aufbewahrte Armeewaffen seien ein Sicherheitsrisiko für die Bevölkerung, es bestehe dringend Handlungsbedarf, sagte die Sprecherin der SP. Armeeangehörige müssten jetzt so rasch und unbürokratisch wie möglich kostenlos und ohne Begründung ihre Waffe im Zeughaus abgeben können.

«Es gibt keine Gründe, die dafür sprechen, die Waffen zuhause zu lagern», sagte auch die Sprecherin der FDP. Die Bevölkerung sei nach dem jüngsten Ereignis betroffen und aufgewühlt. Es brauche jetzt Lösungen.

Ausser der SVP und einzelnen Grünen unterstützten alle das Anliegen.

Hintergrund des Postulats ist das Tötungsdelikt von Zürich-Höngg, bei dem Ende November eine 16-Jährige von einem Soldaten mit einer Armeewaffe erschossen wurde. (AP/snx)

Unterstützung durch Calmy-Rey

BERN – Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey hat ihre Aussagen zur Aufbewahrung von Armeewaffen verschärft. «Waffen gehören ins Zeughaus und nicht in einen Schrank im Schlafzimmer», sagte Calmy-Rey heute Montag. Sie bezeichnete den Entscheid des Bundesrates, keine Taschenmunition mehr an Soldaten abzugeben, als «halben Schritt». Aber das Problem werde so nicht gelöst. (AP9

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