Zürcher baut sein eigenes Elektroauto Michael fährt auf Strom ab

MASCHWANDEN - Als er mit dem Umbau begann, gab es noch keine Teslas. Nach drei Jahren fährt Michael Neuweiler (44) mit seinem Elektro-Volvo zur Arbeit.

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Auf den ersten Blick unterscheidet das Auto von Michael Neuweiler (44) aus Maschwanden ZH nichts von einem normalen ­Volvo S80. Erst wenn der Software-Entwickler aufs Gaspedal drückt, zeigt das Fahrzeug sein wahres Wesen. Geräuschlos kommt das Auto auf Touren.

Der Zürcher hat sich mit dem Bau eines alltagstauglichen Elektromobils einen Lebens­traum erfüllt. Lust aufs Stromauto bekam der Informatikspezialist schon vor zehn Jahren. Der Weg zum Ziel war steinig. Doch als Neuweiler den Blog ­eines Tüftlers entdeckt, der bereits einen Honda elektrifiziert hat, packt er seine Idee an. Neuweilers Motiva­tion: «Wenn der das kann, kann ich das auch.»

Der zweifache Vater findet einen günstigen Occasions-Volvo S80 und richtet sich im Schopf neben dem Wohnhaus eine kleine Werkstatt samt Autolift ein. Mit ­einem geborgten Motorheber entfernt er zuerst den 2,5-Liter-Turbomotor. «Danach ging die Arbeit erst richtig los.»

An einem Kongress im Verkehrshaus Luzern trifft Neuweiler den Schweizer Elektronikkomponenten-Pionier Josef Brusa. «Er war begeistert von meinem ­Projekt und versprach mir eine finanzierbare Lösung», so Neuweiler. Die Komponenten der Firma sind qualitativ führend auf dem Markt und entsprechend teuer. Das spürt auch Neuweiler: Nebst viel Arbeit in der Freizeit fliessen 40 000 Franken aus seiner eigenen Kasse ins Vorzeige-Elektroauto.

Nach knapp drei Jahren Tüfteln, Bauen und Programmieren ist sein E-Mobil fertig. Sogar das strenge Strassenverkehrsamt gibt grünes Licht. Neuweiler kann losfahren. Mit Kennzahlen, die bei einem Modell Marke Eigenbau beeindrucken: Reichweite je nach Fahrweise zwischen 160 und 200 Kilometer, Ladezeit je nach Art der Steckdose zwischen 20 Minuten (Schnellladung) und neun Stunden.

Publiziert am 05.12.2016 | Aktualisiert am 05.12.2016
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1 Kommentare
  • Heinrich  Klartext 06.12.2016
    Find ich richtig toll, mal so aus der Ferne gesehen. Innovative Ansätz zu alternativen Antrieben gabs ja aus CH immer wieder - aber auch viele Schubladen.