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Gleich bei zwei Nationalrätinnen ist vor kurzem das Facebook-Profil geplatzt. Grund: Sie haben mehr als 5000 Freunde. Das ist das Limit bei persönlichen Facebook-Profilen.
Die Zürcher SVP-Nationalrätin Natalie Rickli hat am 23. Mai um neun Uhr mitgeteilt: «Liebe FB-Freunde, da hier 5000 Freunde erreicht sind, bitte ich euch, auf meine offizielle Fanpage zu switchen.» Zu Blick.ch sagt sie: «Weil ich eine grosse Warteschlange von Anfragen habe, kommuniziere ich nun über eine Fansite.»
Für sie ist klar: In der politischen Kommmunikation sei Facebook nicht mehr wegzudenken, da die Wähler den Politikern direkt Fragen stellen könnten. «Der Nachteil ist, dass es auch «Freunde» gibt, die unflätige Kommentare platzieren oder meinen, man sei jetzt auch privat Freunde», erzählt Rickli, die ihre Homepage mit Facbook und Twitter verlinkt hat und gar Spenden für den Wahlkampf via ihrer Homepage annimmt.
Bruderer erst am Montag Fanpage eröffnet
Eine weitere Nationalrätin, die sich von Freundschaftsanfragen kaum retten kann, ist die Aargauer SP-Nationalrätin Pascal Bruderer. Letzten Montag um 23 Uhr schrieb die 33-Jährige an ihre Freunde: «Ich kann leider nicht mehr Kontakte annehmen. Bitte tragt euch doch auf meiner Fanpage ein.»
Die Ständeratskandidatin wendet pro Woche 30 Minuten auf, um sich um ihre Freunde zu kümmern, «mehr liegt zeitlich nicht drin». Auch sie nutzt die Social-Network-Plattform ausschliesslich für politische Zwecke: «Mit privaten Angaben bin ich äusserst zurückhaltend», sagt Bruderer.
Gut die Hälfte aller Parlamentarier hat einen Facebook-Account. Vor allem junge sind am aktivsten. So hat Lukas Reimann (SVP/SG) 4226 Freunde und der Nationalratskandidat Cédric Wermuth (SP/AG) 4751.