BERN - Die neue Geburtenstatistik gibt Rätsel auf: In Appenzell werden viel mehr Buben geboren als Mädchen. Im Wallis dagegen gibt es einen wahren Frauenüberschuss.
Genau 80808 Kinder wurden 2011 in der Schweiz geboren. Und die Mütter waren im Schnitt 31 Jahre alt. Dies zeigen die neusten Erhebungen des Bundesamtes für Statistik (BfS). Rund 92 Prozent der Neugeborenen kamen wie gewünscht auf Termin.
Buben machen Mädchen Platz
Interessant ist die Aufschlüsselung der Geburten nach Kantonen und Geschlecht. Seit mehr als einem Jahrhundert werden in der Schweiz mehr Knaben als Mädchen geboren.
1898 wurde der niedrigste Wert (103) und 1972 der höchste Wert mit 107 Knaben pro 100 Mädchen verzeichnet. Den Trend zu Buben halten noch zwei Kantone besonders aufrecht: Appenzell Ausserrhoden könnte man getrost als Bubenkanton bezeichnen. Dort wurden 2011 41 Prozent mehr Knaben geboren als Mädchen.
Auch in Obwalden wird ein Knabenüberschuss von 20 Prozent ausgewiesen. Doch die Mädchen holen auf.
Frauenkanton Wallis
Als künftige Frauenkantone gelten Schaffhausen und das Wallis. In beiden Kantonen veränderte sich der Bubenüberschuss zur rosaroten Mädchenwelt. Beide Kantone wiesen 2011 erstmals mehr Geburten von Mädchen aus.
Eine Erklärung dafür haben die Statistiker nicht. Amüsant ist es allemal.
Das Geschlechterverhältnis schlägt bei den jungen Erwachsenen (25 bis 30 Jahre) und bei den Personen im Rentenalter ins Gegenteil um – dort gibt es Frauenüberschüsse.
Geburtsgewicht pendelte sich ein
Interessant ist auch das mittlere Geburtsgewicht der Kinder: Es pendelte sich laut BfS in den letzten 35 Jahren bei 3296 Gramm ein. Lediglich 2,2 Prozent der Neugeborenen kamen mit einem Fliegengewicht von weniger als 2000 Gramm zur Welt.
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