Zu hohes Rückfallrisiko bei Jorge Arias Dreifachmörder von Wohlen AG wird nicht entlassen

LAUSANNE - Der 2003 zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilte Dreifachmörder von Wohlen AG kommt nach Verbüssung von 15 Jahren seiner Strafe nicht in den Genuss einer bedingten Entlassung.

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Im Oktober 2000 tötete der Dominikaner Jorge Arias im Personalhaus eines Nachtclubs in Wohlen AG willkürlich drei Frauen auf brutale Art und Weise. Das Bezirksgericht Bremgarten verurteilte den Täter zu einer lebenslänglichen Zuchthausstrafe. Zudem verwies es ihn für 15 Jahre des Landes.

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Josefina (†34), Cecilia (†34) und Mejia (†30): Die Opfer stammten aus alle aus der Dominikanischen Republik. ZVG

Unterdessen hat Arias 15 Jahre seiner Strafe abgesessen. Damit wäre gemäss den gesetzlichen Bestimmungen erstmals eine bedingte Entlassung möglich.

Weil dem Dominikaner keine positive Prognose gestellt wird, kommt er jedoch nicht frei. Keine Rolle spielt dabei, dass der Mann die Schweiz verlassen müsste. Wie das Bundesgericht in seinem nun publizierten Urteil festhält, sei der Schutz der Bevölkerung nicht an die Landesgrenzen gebunden.

Hohe Aggressions- und Gewaltbereitschaft

Aus dem Entscheid geht hervor, dass der Verurteilte sich bis heute nicht im Rahmen einer Therapie mit seiner Straftat auseinandergesetzt hat. Es bestehe nach wie vor eine hohe Aggressions- und Gewaltbereitschaft beim Dominikaner. Diese nehme er jedoch nicht wahr oder streite sie ab.

Erschwerend kommt gemäss Gericht hinzu, dass Arias seit Jahren eine starke Neigung zum Missbrauch von Suchtmitteln habe. Im psychiatrischen Gutachten wurde zudem festgestellt, dass er eine unterdurchschnittliche Intelligenz, mangelhafte Strategien für Konfliktlösungen und eine mangelhafte Empathie habe. (bau/SDA)

Publiziert am 17.11.2016 | Aktualisiert am 18.11.2016
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13 Kommentare
  • Kunz  Rene 17.11.2016
    Herzlichen Dank an alle PFZ (offene Grenze) Be­für­wor­ter und unseren Schweizer Gesetzmacher, unter anderem Simonetta Sommaruga, Zuständig für das Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartement und unsere Bundesrichter und Schweizer Anwaltschaft im Allgemeinen. Warum nicht die Schweizer Polizei auflösen und in den Ruhestand setzen? Mit der gnädigen, barmherzigen wenn nicht skandalösen Schweizer Justiz, deren Gesetzen, Richter und Strafverfahren heutzutage dient die Polizei keinem Zweck mehr.
  • Heinrich  Frey , via Facebook 17.11.2016
    Man stelle sich dies einmal vor - da hat jemand 3 Menschen auf brutalste Art ermordet....bekommt dafür gerade einmal "schlappe" 15 Jahre Knast und will danach auch wieder raus..... ein Wunder ist passiert, dass dies nun nicht klappen soll...(noch nicht).... und dann sagen die Juristen 15 Jahren, dies sein unser Gesetz.... verdmmm....dann ändert doch einfach die Gesetze, wenn sie sich als falsch erweisen..... bei den Steuereinnahmen könnt ihr ja auch kurzfristig die Steuerfüsse nach oben schraube
  • Heinrich  Frey , via Facebook 17.11.2016
    Es wäre doch einmal die Variante zu prüfen: Jeder Einwohner der sagen wir einmal 25 Jahre "nicht straffällig" wurde zu belohnen...so etwa mit 50000.- Franken, dass wäre doch auch eine Motivation für alle die sich korrekt verhalten in Ihrem Leben. Unser Strafwesen mit all seinen Juristen und den Einsprache-Möglichkeiten die juristisch geschaffen wurden kosten ein vielfaches mehr....
  • Berisha  Elvis , via Facebook 17.11.2016
    Vor zwei wochen wurde ich von 10 polizisten verhaftet. (In bern) wurde dann nach basel transportiert. In basel angekommen musste ich erstmal dort in der zelle übernachten. M nächsten tag bei nach der befragung wirde ich wieder entlassen. Ich konnte alles beweisen das ich überhaubt nichts zu tun habe mit diesem fall. Jetzt muss man mir die anwaltskosten begleichen, die rückreise, diverse spese für telefon etc. Meinen artzt weil ich geschockt bin. Evtl. Kommt noch ein psychiater dazu.. danke!!!!!
    • Daniel  Gerber aus Zürich
      17.11.2016
      Natürlich, die Anmeldung bei der IV dürfte wohl ebenfalls gleich folgen.
    • Berisha  Elvis , via Facebook 17.11.2016
      Ihr versteht nun wirklich kein spass.. ich arbeite auch nach diesen vorfällen.. klar muss mir jemand meine anwältin bezahlen, meine rückreise etc. Ich bin komplett unschuldig.. finden sie es schön morgens von 10 polizisten verhaftet zu werden? Was denken sie? Die gabze familie ist geschockt und es ist jedermanns recht auch eine therapie zu machen, weil es einfach nicht aus dem kopf geht.. ist nun mal so.. ist aber alles euer gesetz.... alles gute
  • Hans  Müller aus Bern
    17.11.2016
    "Schutz der Bevölkerung nicht an die Landesgrenzen gebunden". Wäre froh wenn Richter dies auch mal für innerhalb der Landesgrenze sagen würden! Bis jetzt wenn es um den Schutz der eigene Bevölkerung gieng, war doch immer der Schutz vom schwer kriminellen Ausländer viel wichtiger, da diese ja möglicherweise im Heimatland verhaftet werden könnte.