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Teuere Ware – zumindest in bestimmten Bündner Bergbeizen.
(Blick.ch)In den Bergen liegt der Pulverschnee, die Sonne scheint (zumindest dieses Wochenende) und bei den Bergbeiz-Wirten klingelt die Kasse. Doch eine Rede, die der BDP-Grossrat und Parlamentspräsident Ueli Bleiker Anfang Woche vor dem kantonalen Parlament hielt, sorgt für schlechtes Wetter bei den Tourismusverantwortlichen.
Bleiker hat Angst, dass die von der Euro-Krise gebeutelten ausländischen Gäste sich «einen teuren Winterurlaub bei uns» zweimal überlegen würden. Darum wetterte er bei seiner Sessions-Eröffnungsrede vor dem grossen Rat über die Preise in der «Ferienecke der Schweiz».
«56 Franken für ein Schnitzel mit Pommes – und mag es noch so gut sein – oder eine vorgeschriebene Minimalkonsumation von 75 Franken auf einer zugegebenermassen sehr schönen Terrasse» seien keine Beispiele für eine vernünftige Preispolitik, zitierte die «Südostschweiz» den Ratspräsidenten. Für eine Präzisierung seiner Beispiele war Standesherr Bleiker heute nicht erreichbar.
56 Stutz für ein Schnipo? 75 Franken Mindestausgaben für einen Platz in der Bergbeiz? Bleikers Aussagen sorgen für Unruhe im Kanton: «Einen Bärendienst» habe Bleiker der Gastrobranche erwiesen, sagt Fluregn Fravi von Gastro Graubünden. «Gerade in einer Zeit, in der wir es sowieso eher schwierig haben.» Bleikers Beispiele seien nicht repräsentativ. Im Durchschnitt seien die Preise in der Gastronomie immer noch eher moderat.
Jedem Gastronomen stehe es grundsätzlich frei, wie er seine Preise gestalten möchte. «Wenn ein Wirt im St. Moritzer Skigebiet 75 Franken Mindestkonsumation ansetzt und damit sein Lokal trotzdem noch füllen kann, dann spricht das wohl für seinen Standort und die Qualität seiner Dienstleistung, ist jedoch keinesfalls für die Preisgestaltung der Bündner Gastronomie repräsentativ», so Fravi. Eigentlich würden viele Hotellerie-Betriebe ihre günstigen Essenspreise sogar quersubventionieren.
Abzocke oder Ausnahme? Wie sind Ihre Erfahrungen mit der Preispolitik in den Bergbeizen? Schreiben Sie uns!
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