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Raucher zieht in die Innerschweiz: Das Volk von Nidwalden wirft sich wie weiland Winkelried in die Lanzen der Rauchstopp-Aktivisten und lehnt eine Verbot in Restaurants ab. Die Wirte müssen neu einzig am Eingang deklarieren, ob sie in ihrem Lokal das Rauchen dulden oder nicht.
Mit 168780 gegen 129534 Stimmen sagten die Zürcher Ja zu einem Rauchverbot in Restaurants, wie es die Volksinitiative «Schutz vor Passivrauchen» verlangte. Damit darf in Restaurants künftig nur noch in abgetrennten Fumoirs ohne Bedienung geraucht werden.
Auch in Basel-Stadt wird die Zigi bald ausgedrückt: Die Stimmberechtigten haben eine Initiative der Lungen- und Krebsliga mit 27427 zu 24553 Stimmen angenommen. Rauchen darf man künftig nur noch in unbedienten «Fumoirs» und im Freien.
Die Anti-Raucherfront jubelt: «Ich bin sehr, sehr froh, dass Zürich nicht zu einer Rauchinsel wird», sagte Otto Brändli, Präsident der Lungenliga Züric. Zürich habe einmal mehr vorausgedacht. In Basel tönts nicht anders: Basel schicke mit diesem Resultat «ein klares Signal nach Bundesbern», teilte die Lungenliga mit.
«Wir sind sehr enttäuscht», sagte hingegen Ernst Bachmann, SVP-Kantonsrat und Präsident des Wirteverbandes Gastrozürich. «Aufgrund der vielen Emotionen, die im Spiel waren, mussten wir aber mit einer Niederlage rechnen. Der Souverän hat entschieden, das müssen wir akzeptieren», sagte Bachmann weiter.
Der Wirteverband mache sich «ernsthaft Sorgen», fügte sein Kollege Maurus Ebneter in Basel hinzu. Er befürchtet Einbussen bei der Vielfalt der Betriebe und bei den Arbeitsplätzen sowie eine mehr Lärm wegen Rauchens im Freien und mehr Schattenwirtschaft; innert zwei Jahren nach Inkrafttreten dürften 800 der 8000 Gastro- Arbeitsplätze verloren gehen, sagte Ebneter. (SDA/bih)