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Rund 15 Besucher halten sich am letzten Sonntag im Bührle-Museum im Zürcher Seefeld auf. Zwei von ihnen im Parterre. Einer davon beschreibt jetzt, wie sich der Jahrhundert-Raub abspielte.
«Wir waren gerade im Zimmer mit dem Flügel», sagt der Augenzeuge im Regionaljournal von Radio DRS. Plötzlich hören die beiden Besucher laute Stimmen. Und lautes Rennen.
Instinktiv merken sie, dass sich Dramatisches anbahnt. «Ich konnte nur erkennen, dass da ein Maskierter steht», erzählt der Augenzeuge. Der Deutsche will anonym bleiben.
Beide Besucher im Parterre werfen sich auf den Boden. Trauen sich nicht mehr, ihren Kopf zu heben. Sie hören, wie die Räuber in den Raum stürmen.
In nur drei Minuten rauben die drei maskierten Männer vier Bilder. Einen Van Gogh, einen Monet, einen Cézanne und einen Degas. Im Wert von 180 Millionen Franken.
Die Zeugen merken, dass die Räuber nervös sind. Immer wieder schreien sie herum. Der Augenzeuge: «In Schweizerdeutsch, aber mit Akzent, den ich nicht zuordnen kann.»
Die Maskierten fordern die Angestellten des Museums mehrmals auf, sich auf den Boden zu legen. «Sie drohten zu schiessen und dann sogar, jemanden zu erschiessen», sagt der Zeuge.
Die impressionistischen Gemälde sind mit Drähten gesichert. Wenn man sie berührt, geht der Alarm los. «Wir hörten, wie ein Draht mit einem Seitenschneider durchgetrennt wurde», erzählt der Augenzeuge weiter.
Nach drei Minuten ist alles vorbei. Die Kunsträuber flüchten in einem Auto. Aus dem Kofferraum ragen Van Gogh & Co.
Im Museum schrillt noch immer der Alarm. «Es war wie ein Spuk. Plötzlich und heftig, und dann war alles vorbei», erzählt der Augenzeuge. Die Räuber haben eine Pistole zurückgelassen. «Sie liessen sie in der Eingangshalle fallen.»
Marco Cortesi von der Zürcher Stadtpolizei bestätigt BLICK: «Es ist eine Faustfeuerwaffe.» Zum Schweizerdeutsch sagt er: «Das ist mir neu.»
Von den vier gestohlenen Bildern fehlte gestern weiter jede Spur.
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Lukas Gloor im Raum mit dem Flügel: Hier hingen die Bilder. (Keystone)