Zersiedelung Jeder zehnte Haushalt hat nach eigener Einschätzung zu viel Raum

Jeder zehnte Haushalt verfügt nach eigener Einschätzung über zu viel Platz. Für eine spürbare Reduktion des Flächenverbrauchs reicht diese Einsicht aber nicht. Sie wäre gemäss einer Studie nur mit schweren Eingriffen zu haben.

Zersiedelung ist Problem: Schweizer haben zu grosse Wohnungen play
Der Flächenverbrauch fürs Wohnen steigt und steigt. Wirksame Massnahmen dagegen sind schwierig, wie eine neue Studie des Bundes zeigt. (Symbolbild) KEYSTONE/ANTHONY ANEX

Aktuell auf Blick.ch

Top 3

1 Nach Facebook-Aufruf zum Geburtstag 31 Kisten Post für behinderte Denise
2 Hakenkreuz und Hitlergruss Nazi-Schande auf dem Waffenplatz
3 Wildwest beim «Saloon» in Wetzikon ZH Polizist springt auf Fluchtauto

Schweiz

Immer informiert - Abonnieren Sie den Blick-Newsletter!
Bitte geben Sie eine gültige E-Mail-Adresse ein.
Schön, dass wir Ihnen unsere BLICK News des Tages senden dürfen. Möchten Sie zusätzlich den BLICK Sport Newsletter erhalten?
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden

Schweizerinnen und Schweizer wohnen gern komfortabel: Reichten 1980 pro Person noch 34 Quadratmeter, so sind es heute im Schnitt 45 Quadratmeter. Wie sich der Wohnflächenbedarf entwickelt hat, zeigt eine am Donnerstag veröffentlichte Studie des Bundesamts für Wohnungswesen (BWO).

Die Untersuchung kommt aufgrund der Daten des Schweizerischen Haushaltspanels zum Schluss, dass rund 10 Prozent aller Haushalte ihren Wohnflächenkonsum selber als zu gross einschätzen. Diese dürften bei geeigneten Angeboten auch häufig bereit sein, ihren Platzbedarf mit einem Wohnungswechsel zu vermindern.

Für viele andere Haushalte mit grossem Wohnflächenkonsum ist ein Umzug in ein kleineres Wohnobjekt jedoch kein Thema. Sie sind nicht der Meinung, über zu viel Wohnraum zu verfügen. Diese Haushalte wären gemäss der Studie nur mit spezifischen Massnahmen zu einem Umzug in eine kleinere Wohnung zu bewegen.

Wie der Flächenkonsum beeinflusst werden könnte, zeigt eine zweite Studie, die zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt veranlasst wurde. Vorgaben im geförderten genossenschaftlichen Wohnungsbau oder die Beratung von Umzugswilligen könnten demnach zu einer gewissen Verminderung des Flächenkonsums beitragen.

Untersucht wurden auch Lenkungsabgaben und Steuern, die einen geringeren Wohnflächenverbrauch belohnen. Je wirksamer diese wären, umso drastischer würden sie die heutige Funktionsweise des Wohnungsmarkts ändern und anderen wichtigen Anliegen entgegen wirken. Die Autoren geben diesen Instrumenten darum kaum eine Chance. (SDA)

Publiziert am 08.12.2016 | Aktualisiert am 08.12.2016
teilen
teilen
2 shares
Fehler
Melden