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Am Vierwaldstättersee kam es gestern zu einem tragischen Tauchunfall. Drei Männer aus dem Elsass (20, 22 und 30) waren gestern gemeinsam im See auf einen Tauch-Rundgang in eine Tiefe von 40 bis 60 Meter gestartet. Als es dem Ältesten plötzlich schlecht wurde, machte er seinen Kollegen ein Handzeichen. Diese quittierten.
Der 30-Jährige tauchte auf und wartete. Als die beiden anderen Taucher um 16:25 Uhr immer noch nicht zurück waren, schlug er Alarm. Bis jetzt gelten die beiden Brüder aus Frankreich immer noch als vermisst.
Jürg Wobmann von der Kantonspolizei Nidwalden: «Wir konnten bisher nur bis 40 Meter tief tauchen. Vermutlich liegen sie aber auf 70 Metern.» Heute Nachmittag soll mit einer Unterwasserkamera weiter nach beiden gesucht werden.
Viele offene Fragen
Die Chancen, dass die beiden Männer noch am Leben sind, schätzt Kripo-Chef Wobmann als nicht sehr gross ein. Viele Details seien zudem noch ungeklärt: Warum fühlte sich der Überlebende unwohl? Wie lange waren die Taucher bereits unter Wasser?
Der Tauchcomputer des Überlebenden soll nun ausgewertet werden. Weil sich der Mann in einer schlechten psychischen Verfassung befindet, konnte ihn die Polizei erst ganz kurz am Unfallort befragen. Derzeit befindet er sich im Spital. Augenzeugen gibt es keine. (mcb/noo/SDA)