Zu viel Arbeit in Reiden LU Gemeindepräsident tritt kurz nach Wahl ab

REIDEN LU - Im luzernischen Reiden hat der neue Gemeindepräsident sein Amt unterschätzt. Nach nur zwei Monaten ist er zurückgetreten. Sein neuer Job hatte ihm schlaflose Nächte bereitet.

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Beat Steinmann kann nicht mehr: Der Gemeindepräsident von Reiden LU ist rund zwei Monate nach seinem Amtsantritt zurückgetreten. Die Belastung habe ihn krank gemacht, sagt Steinmann zu BLICK. Er leide unter «massiven Schlafstörungen» und anderen Beschwerden. «Für meinen Arzt war nach sorgfältiger Abklärung eindeutig erwiesen, dass ich das Amt sofort aufgeben muss.»

«Es braucht mehr Stellen!»

Doch Steinmann will nicht als Weichei gelten. Vielmehr fühlt er sich von der Gemeinde getäuscht: Wegen der Ausschreibungsunterlagen war er von einem deutlich tieferen Arbeitsaufwand ausgegangen. «Mein Vorgänger war mit 60 Stellenprozent Gemeinderat. Mit der neuen Legislatur wurde das Pensum auf 30 Prozent gesenkt», so Steinmann.

Begründet wurde dies mit einer Reorganisation der Verwaltung. Laut Steinmann ist die aber noch lange nicht umgesetzt – was zur Folge hatte, dass er ein 70-Prozent-Pensum schultern musste, neben den 80 Prozent in seinem Hauptjob. Steinmanns Forderung ist daher klar: «Es braucht mehr Stellen in der Verwaltung.»

Publiziert am 15.11.2016 | Aktualisiert am 16.11.2016
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13 Kommentare
  • Stefan  Blum aus Wollerau
    15.11.2016
    Der Zeitaufwand für ein Gemeinderatsamt, ob Präsident oder Ressortverantwortlicher, ist im Vorfeld sehr schwierig einzuschätzen. Er ist abhängig von der eigenen (Lebens) Erfahrung, dem gelernten Beruf/Ausbildung, der Führungserfahrung, dem eigenen Zeitmanagement sowie der sozialen Kompetenzen etc. Es stellt sich grundsätzlich die Frage, ob ein Milizsystem den heutigen Anforderungen noch gerecht werden kann oder eine Professionalisierung für alle Beteiligten bessere Resultate bringen würde.
  • Felix  Saxer aus Ruswil
    15.11.2016
    Jeder vernünftige und normal intelligente Mensch klärt vorher ab, was ein Amt an Arbeit mit sich bringt, spricht z.B. mit dem Vorgänger. Da hat das Reidener Volk einen hirnlosen, nicht belastbaren Kasperli gewählt, der nun auch noch für Extra-Kosten sorgt. Sorry, aber für das Verhalten dieses Weicheis habe ich kein Verständnis. Gerade bei einem so wichtigen Amt weiss man vorher was es für eine Belastung und einen Arbeitsaufwand es mit sich bringt.
  • Martin  Huber aus Winterthur
    15.11.2016
    Diese Geschichte zeigt einmal mehr, wie schwierig es ist gute Leute für solche wichtigen Ämter zu finden. Viele schimpfen über den Gemeinderat oder ähnliche Behörden, würden aber selber nie etwas für das Wohl der Allgemeinheit machen. Aber solch ein Amt bringt sehr viel Arbeit mit sich, meistens auch undankbare Arbeit.
    • Meyer  Karl 15.11.2016
      Am meisten tut man für die Allgemeinheit, wenn man sie in Ruhe lässt.
    • Sascha  Aregger 15.11.2016
      Da kann ich Ihnen zustimmen Herr Huber. Meine Frau arbeitet auf der Gemeinde. Falls sich überhaupt jemand meldet um Gemeinderat zu werden (meinstens sinds zu wenig Kandidaten).
  • Meier  Ernst aus Erde
    15.11.2016
    Ich finde es gut, wenn sich jemand hinstellen und zugeben kann "Nein, das ist mir zuviel". Besser jedenfalls als sich während der Amtsperiode irgendwie durchzuwursteln und möglicherweise nicht das Beste geben zu können. Das hilft niemandem. Weder ihm, der Gemeinde noch dem Steuerzahler. Unabhängig davon, welcher Partei er auch angehören mag.
    • Remo  Wyss 15.11.2016
      Ich gehe mit Ihnen vollkommen einig, Respekt für das Hinstehen und Stop sagen. Nur, ich würde im Vorfeld abklären, wie viel Aufwand auf mich zukommt, bevor ich mich für ein Amt zur Verfügung stelle.
    • Sascha  Aregger 15.11.2016
      Herr Wyss, das wurde auch gemacht. Artikel gelesen?
  • Remo  Wyss 15.11.2016
    FDP? Die Partei fürs Gewerbe, aber sobald es in Arbeit ausartet .... Ein Schelm wer böses denkt.