René Kuhn «Weiberlästerer» darf SVPler bleiben

  • Publiziert: 21.08.2009, Aktualisiert: 02.01.2012
play Eins kann man René Kuhn wirklich nicht vorwerfen – dass er unflexibel ist. Jetzt will der Ex-Luzerner SVP-Präsident unter die Autoren gehen. (Keystone)

LUZERN – René Kuhn beschimpfte die Schweizer Frauen als «Vogelscheuchen». Trotzdem setzt ihn seine Partei nicht vor die Tür – verärgerte Bürger dafür aber Fäkalien in seinen Briefkasten.

Frauenhandel, Veruntreuung und jetzt frauenfeindliche Äusserungen auf seiner Website. René Kuhn ist kein unbeschriebenes Blatt (Blich.ch berichtete). Trotzdem darf er in der SVP bleiben. Mit dem Rücktritt von all seinen Ämtern habe sich die Sache erledigt, hiess es aus SVP-Kreisen. Kuhn war bis letzte Woche Präsident der SVP Stadt Luzern.

«Fäkalien im Briefkasten»

Die frauenfeindlichen Äusserungen des SVP-Mannes lassen die Bevölkerung anscheinend nicht so kalt, wie seine Parteigenossen. Kuhn wurde in den letzten Tagen massiv beschimpft. «Sogar Fäkalien lagen in unserem Briefkasten», sagt der vermeintliche Frauenhasser der Zeitung «Sonntag».

Doch das Echo auf seinen «Vogelscheuchen»-Vergleich hat den Ex-Präsidenten der Stadt Luzerner SVP auf eine Idee gebracht: Er will Autor werden: «Ich will ein Buch schreiben. Ich will darin das Thema Attraktivität von Frauen und Männern aufgreifen.» Auch wolle er die Reaktionen, die er erhalten habe, in dem literarischen Werk verarbeiten. (s5j)

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