Wegen Mobbing Zuger Schule verbietet Handys

BAAR ZG - An der Sek Sternmatt in Baar ZG müssen Jugendliche der ersten Oberstufe bis zu den Sportferien ihr Mobiltelefon zu Hause lassen. Der Grund: Eine Schülerin war zuvor über das Handy gemobbt worden.

Weil die Schüler einer Klasse ein Mädchen per Handy mobbten gibt es nun für alle ein Handyverbot – bis zu den Sportferien. play
Weil die Schüler einer Klasse ein Mädchen per Handy mobbten gibt es nun für alle ein Handyverbot – bis zu den Sportferien. Getty Images/Maskot

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Ein Leben ohne Handy – kaum vorstellbar. Doch genau das wird für die Schüler der ersten Sek Sternmatt in Baar ZG Realität. «Das ist das erste Mal, dass ein Handyverbot flächendeckend für einen ganzen Jahrgang verordnet wird», sagt Schulleiter Peter Waser zur «Zuger Zeitung».

Der Grund für das Verbot ist ein schlimmer Mobbingfall: Ein Mädchen war von ihren Mitschülern wiederholt per Handy beleidigt worden. Die anderen Schüler hätten sie immer wieder wissen lassen, dass man sie nicht möge, so der Schulleiter. Das Mädchen sei von ihrer Klasse ausgegrenzt worden. «Nun haben wir Konsequenzen gezogen und ein Handyverbot ausgesprochen – dies soll die Situation erst einmal entschärfen und beruhigen», sagt Waser.

Sensibilisierung für alle 

Ziel sei es auch, dass die Schüler wieder vermehrt miteinander sprechen. Bei jedem Mobbingfall gehe es schliesslich nicht nur um die Opfer-Täter-Geschichte, sondern auch um diejenigen Schüler, die in der Mitte stehen und die Vorgänge dulden würden. Diese gelte es, zu sensibilisieren.

«Aus unserer Erfahrung muss man sagen, dass sich Mobbingfälle zumeist über das Handy abspielen», sagt der Schulleiter. Ein generelles Handyverbot allerdings befürwortet Waser nicht: «Es geht eher darum, dass die Schüler lernen, ihr Mobiltelefon vor und nach der Schule oder in der Pause sinnvoll zu gebrauchen.» (stj)

Publiziert am 10.01.2017 | Aktualisiert am 11.01.2017
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23 Kommentare
  • Morgan  Schwab aus Bülach
    11.01.2017
    Das Mobbing kann auch ohne Handy passieren. Mobber gehören sofort aus der Klasse genommen, und zwar für immer. Mobber sollten kein Zeugnis bekommen, und die Klasse nochmal wiederholen, allerdings in einer Sonderklasse, in der nur Mobber sitzen. Es braucht eine spezielle Schule für diese Typen, wo man streng mit ihnen verfährt. Die brauchen Strenge, und Aufsicht. Ausserdem sollten Mobber den Schaden bezahlen, der dem Mobbingopfer und seinen Eltern entstanden ist - es braucht ein Gesetz !
    • Gustav  Nörgeli 11.01.2017
      ich glaube, Sie haben auch keine Ahnung. Derartiges Mobbing, das erst durch die elektronischen Kommunikationsmittel möglich geworden ist, ist heute leider sehr verbreitet.
      Mit Ihren Methoden wäre das Mädchen bald alleine in der Klasse und Sie hätten dann eine Riesen-Mobber-Klasse zu unterrichten.
      Nochmals, für Sie ganz langsam: es sind nicht nur vereinzelte Mobber in den Klassen. Gelegentlich ist fast die ganze Klasse daran beteiligt.

      Bevor Sie also nach Gesetzen schreien, erst nachdenken.
  • Roger  Hofstetter 11.01.2017
    Ob es sinnvoll ist, ob Mobiltelefone in dem Alter sinnvoll sind oder nicht, lass ich mal dahingestellt, wir leben in anderen Zeiten als vor 20 oder 30 Jahren.
    Aber ich dachte, "Sippenhaft" sei verboten? EINE Schülerin wird via Smartphone gemobbt(Was mobbing jetzt auch immer konkret heisst). Somit lassen sich die Urheber eruieren. Also gehören diese bestraft. Warum müssen dann alle ihre Smartphones zu Hause lassen?
    Völlig unlogischer Schritt.
  • Annemarie   Setz 11.01.2017
    Handys gehören überhaupt nicht in die Schulen, auch ohne Mobbing. Aber nur das Handyverbot genügt an dieser Schule nicht. Mit Mobbing darf man nicht locker umgehen, hier müssen Lehrer eingreifen und Handeln und Elterngespräche geführt werden.
  • Herbert  Huber aus Münchwilen TG
    11.01.2017
    Das Handy hat in der Schule und am Arbeitsplatz nichts zu suchen !!!!! Wie blöd ist doch der Mensch durch diese Erfindung geworden!!!!!!
  • Jasmin  Sommer 11.01.2017
    Ein Mindestalter für Smartphones muss endlich gesetzlich vollzogen werden!