Vorwürfe unklar Strafverfahren gegen weiteren Urner Polizisten eröffnet

Im Kanton Uri ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen weiteren Kantonspolizisten. Die Sicherheitsdirektion hat gegen ihn eine Strafanzeige eingereicht. Was dem Mann vorgeworfen wird, ist derzeit unklar.

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Gegen einen Polizisten im Kanton Uri wird ermittelt. Keystone

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Die Staatsanwaltschaft Uri hat gegen einen weiteren Kantonspolizisten ein Verfahren eröffnet. Was jedoch dem Mann aus dem unteren Kader genau vorgeworfen wird, ist unklar. Er ist derzeit nicht mehr im Einsatz.

Im Raum stünden mögliche strafbare Handlungen gegen die Rechtspflege, gegen die öffentliche Gewalt und gegen die Amts- und Berufspflicht, sagte die Generalsekretärin der Urner Sicherheitsdirektion, Alexandra Kälin, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Das «Urner Wochenblatt» hatte am Dienstag das Strafverfahren publik gemacht. Beim Polizisten handelt es sich laut Zeitung um einen langjährigen Angestellten.

Der Polizist steht laut Angaben der Sicherheitsdirektion derzeit nicht im Einsatz. Regierungsrat Dimitri Moretti (SP) erliess eine entsprechende Verfügung. Diese ist noch nicht rechtskräftig. Genauere Angaben zum Fall machte die Generalsekretärin mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht.

Bei der Staatsanwaltschaft ging die Anzeige am 6. September ein, wie die stellvertretende Urner Oberstaatsanwältin Beatrice Kolvodouris auf Anfrage sagte. Der Sachverhalt werde nun abgeklärt. Der Fall stehe nicht im Zusammenhang mit einem weiteren Strafverfahren gegen einen anderen Kantonspolizisten, das im April bekannt worden war.

Im Februar hatte ebenfalls die Sicherheitsdirektion Anzeige gegen einen Kantonspolizisten wegen Betrugs und Urkundenfälschung eingereicht. Der Mann, der eine leitende Funktion inne hatte, aber nicht dem oberen Kader angehörte, soll vor einigen Jahren und 2015 Arbeitsrapporte gefälscht haben. Er hat inzwischen gekündigt.

Der Regierungsrat beauftragte die Zürcher Rechtsanwältin Ofebia Wettstein vom Büro für Administrativuntersuchungen, den Fall rund um die gefälschten Arbeitsrapporte extern zu untersuchen. Das Ergebnis steht noch aus.

Die Urner Regierung bedauerte, dass der Fall im April an die Öffentlichkeit gelangte. Sie verurteile die Amtsgeheimnisverletzung. Das Amt für Kantonspolizei sowie eine Privatperson reichten Strafanzeige gegen Unbekannt ein. (SDA)

Publiziert am 04.10.2016 | Aktualisiert am 08.10.2016
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  • Max  Brüllhardt 04.10.2016
    wir war das nochmal mit dem Aargauer der aufgerufen hat die Polizisten doch bitte in Ruhe zu lassen.. bin mal gespannt wie diese Geschichte weitergeht