LUZERN - LU - Strom ohne Trolley-Leitungen – in Luzern fährt erstmals ein vollelektrischer Bus.
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Der «Solaris Urbino electric» beim VBL-Depot
(ZVG)Er könnte Benzin-Busse ersetzen, ohne dass neue Stromleitungen in den Quartieren gebaut werden müssten. Auf dem Streckennetz der Verkehrsbetriebe Luzern (VBL) wird bis nächsten Mittwoch der «Solaris Urbino electric» getestet. Heute Morgen war er zum ersten Mal in Luzern unterwegs. Er wurde noch nie zuvor in der Schweiz getestet.
Der Bus fährt vor allem auf der Linie 11, wie die VBL in einer Medienmitteilung schreiben. Vor allem über die Mittagszeit werde er dort unterwegs sein. Diese Strecke sei für den Testbetrieb besonders geeignet, weil sie hügelig ist und die Strassen im Vergleich eher eng sind. Damit will man in Erfahrung bringen, ob der «Solaris Urbino electric» mit seiner noch nicht weit verbreiteten Antriebstechnologie die Steigungen meistern kann.
Beim Bus handelt es sich um einen Prototypen. Er verfügt über einen Elektromotor mit der Leistung von 120 Kilowatt. Die Energie, die das Fahrzeug für den Antrieb des Elektromotors braucht, wird in zwei Batterien mit einem Gewicht von je 700 Kilogramm gespeichert. Laut Hersteller kann der «Solaris Urbino electric damit» bis zu 100 Kilometer zurücklegen. Zudem liefern die Batterien auch die Energie für alle anderen Systeme im Bus, inklusive Servolenkung, Heizung oder Lüftung. Die Ladezeit der Batterien beträgt ca. zwei Stunden.
Luzern ist nicht die erste Stadt, wo der Elektrobus getestet wird. Beispielsweise war er während 22 Tagen im polnischen Poznan im Einsatz. Unter anderem fuhr er dort während der Fussball-Europameisterschaft die Fans ins Stadion. Insgesamt legte er in Poznan 3000 Kilometer zurück, ohne dabei auszufallen. Weitere Stationen waren Warschau oder Kassel.
Ob, wann und wie viele Elektrobusse die VBL kaufen werden, ist derzeit noch offen. Den Trolleybus werde er aber nicht vollständig ersetzen können: «Bei grösseren und schwereren Fahrzeugen wie Gelenk- oder Doppelgelenkbussen verfügt der Trolleybus noch immer über klare Vorteile.» Auf kleineren Linien stünden die Chancen besser. (dhs)
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