Tragischer Arbeitsunfall in Sarnen OW Retter stirbt bei Rettungsübung

SARNEN - OW - Ein 57-jähriger Schiffsführer will einem jüngeren Mitarbeiter beibringen, wie man eine verunglückte Person aus dem See rettet – dabei stürzt er selbst ins Wasser. Sein Körper hält den kalten Temperaturen nicht lange stand.

Retter stirbt bei Rettungsübung

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Er wollte einem Mitarbeiter zeigen, wie man Leben rettet und hat dabei sein eigenes verloren. Ein erfahrener Schiffsführer (†57) bildet am Mittwoch auf dem Sarnersee einen jüngeren aus, als er bei einer Bergungsübung mit einem Schwimmkörper plötzlich das Gleichgewicht verliert und ins Wasser stürzt.

Der Auszubildende schlägt sofort Alarm, doch die Hilfe kommt zu spät. Der 57-Jährige hält sich zwar an einem Rettungsring fest, er schafft es aber nicht zurück ins Boot. Im fünf Grad kalten See sinkt seine Körpertemperatur schnell, die Rettungskräfte können nur noch seinen Tod feststellen.

«Der Schock sitzt tief»

Betroffen zeigt André Steger, Geschäftsführer der Fanger Kies und Beton AG auf eine Stelle mitten im See. Dort ist das Unglück passiert. Der Chef hat per Telefon davon erfahren. «Zuerst hatte man noch gehofft, dass man ihn retten kann. Aber als wir Gewissheit hatten, sass der Schock tief», sagt er gegenüber «Tele1».

Die genauen Umstände des Arbeitsunfalls auf dem Kies-Transportschiff müssen noch geklärt werden. Der stellvertretende Oberstaatsanwalt von Obwalden, Bernhard Schöni, schliesst eine Fremdeinwirkung aber aus. Es gäbe mehrere Zeugen. Mit einer Obduktion soll jetzt geklärt werden, ob der Sturz eventuell einen medizinischen Grund hatte. (lex)

Publiziert am 12.02.2016 | Aktualisiert am 12.02.2016
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2 Kommentare
  • Lucio Silva  Safnanno aus San Vito Lo Capo
    12.02.2016
    Wäre die Ausbildung abgeschlossen gewesen, hätte der jüngere Mitarbeiter gewusst, wie jemand aus dem Wasser gezogen wird. Im Rettungsschwimmkurs lernt man das auch. Ich hätte den rausgefischt.
  • Michael   Frey 12.02.2016
    Es ist sehr tragisch. Für die Hinterbliebenen mein Beileid.