Teuerster Wolf aller Zeiten England lacht über Urner Jäger

Dutzende von Wildhütern und Jägern brauchte der Kanton Uri, um den Wolf zu erlegen. Kostenpunkt: 44'000 Franken. Das findet die britische «Times» lustig – schliesslich sei Uri die Heimat von Wilhelm Tell.

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Autsch, der sitzt! «Wilhelm Tell schoss mit einem einzigen Versuch den Apfel vom Kopf seines Sohnes. Leider sind die Behörden in seinem Heimatkanton Uri nicht so erfolgreich», schreibt die «Times».

Worum es geht? Kürzlich wurde bekannt, dass die Jagd auf den im Juli erlegten Wolf im Kanton Uri gegen 44'000 Franken gekostet hat. Dies erzählte der zuständige Regierungsrat Dimitri Moretti der «Urner Zeitung».

An der Jagd beteiligt waren sage und schreibe 23 Jäger und neun Wildhüter – das geht natürlich ins Geld. Und auch die Helikopterflüge, Fahrten, Übernachtungen und Mahlzeiten waren nicht gratis. Grund genug für die berühmte britische Zeitung, sich über die Schweiz lustig zu machen.

M68, der erste Wolf, der in Uri nach 160 Jahren erlegt wurde, dürfte die Behörden noch teurer zu stehen kommen: Den Besitzern der 70 Schafe, die er gerissen hat, stehen Entschädigungen zu.

Nun wird das Raubtier auch noch ausgestopft. Gemäss «Times» soll das «nur 1500 Franken einbringen». Zum Glück hat der britische Journalist da etwas falsch verstanden. Wenn er wüsste, dass es sich um zusätzliche Kosten handelt, nicht um einen erwarteten Profit – der Spott wäre noch grösser. (rey)

Publiziert am 24.10.2016 | Aktualisiert am 27.10.2016
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22 Kommentare
  • Roland  Wyler 25.10.2016
    Wenn etwas viel kostet ist es auch viel wert, so die ökonomische Theorie. Der Wolf hatte also mindestens 44 000 CHF wert. Neulich kam ich in die Nähe eines Herdenschutzhundes, inkl. Schafherde. Ich kam nicht mehr weiter, musste umkehren, der Hund hätte mich angegriffen. Es war spannend, eindrücklich und lehrreich. Eigentlich alles ok, aber ich möchte all die Wanderer anhören, wenn die ihre Wanderungen xfach abbrechen müssten, das Geschrei wäre lauter als beim Wolfsabschuss.
    • Karen  Mind 25.10.2016
      Es gibt Wanderkarten und dort kann man ja die Herden angeben. Der Mensch glaubt, er habe in allem Vorrang, auch bei seinen Freizeitaktivitäten.
  • Marion  Jost aus Schönenwerd
    25.10.2016
    Man sollte die Entschädigungen nur noch auszahlen wenn das Schaf TROTZ Herdenschutzhund gerissen worden ist! Alles andere ist Blödsinn, man belohnt Passivität und Verbohrtheit! Italien beweist seit vielen Jahren dass die Hunde ihre Aufgabe gut erfüllen und die Risse extrem zurück gegangen sind!! Es geht den Schafhaltern doch nur ums Geld, dass aber mehr durch Abstürze und Krankheit sterben wird von den Ewiggestrigen Wolfsgegnern einfach ignoriert! Und das in der fortschritlichen Schweiz!
  • Stefan  Gubser aus Arth
    25.10.2016
    Für 44000.- CHF hätte man noch für x-Jahre gerissene Schafe abgelten können.
  • Arthur  Zwahlen aus Graubünden
    25.10.2016
    Was würden die Engländer sagen, wenn sie wüssten dass der vor zwei Jahren abgeschossene Bär in Graubünden dem Steuerzahlen nach Vollkosten geschätzt mehr als 0.5 Mio. Fr. gekostet hat.
  • Pat  Böni 25.10.2016
    In Noritalien werden Schafe erfolgreich von Hütehunden bewacht, ich frage mich weshalb es hierzulande nicht auch so gemacht wird. Eigentlich sollte die Handhabung, bezüglich Entschädigung an die Bauern, geregelt sein wie bei den Versicherungen. Werden die Schafe nicht aktiv vor den Wölfen geschützt gibst keine oder nur eine geringe Entschädigung. Ich glaube es würden sich noch einige Bauern die Hunde anschaffen und alle, Schaf, Bauer und Wolf wären glücklich.
    • Joe  Schmid 25.10.2016
      Das ist schon möglich aber dann kann kein Wanderer mehr ohne Angriffe der Hunde sich in diesem Gebiet aufhalten, ist das besser?
    • Friedrich  Nellen aus Naters
      25.10.2016
      Nur so zur Erklärung: die Aufgabe eines Hütehund ist das Zusammenhalten der Herde.
      Für den Schutz vor Wölfe braucht es wie das Wort sagt: sogenannte Herdenschutzhunde.
      Für die beiden Aufgaben werden jeweils andere Hunderassen ausgebildet.