ERSTFELD - UR - Wirt Ignaz W.* soll Saša S.* beauftragt haben, seine Frau zu erschiessen. Im Prozess um den Mordanschlag fordert der Staatsanwalt jetzt 15 Jahre für den Ehemann, 12.5 Jahre für den Auftragskiller.
Fünf Stunden dauerte das heutige Plädyoer von Oberstaatsanwalt Bruno Ulmi. Er fordert 15 Jahre Gefängnis für Ignaz W.* (44), 12,5 Jahre für Saša S.* (23).
Voraus geht eine brutale Geschichte: Auftragskiller Sasa S. schoss am 12. November 2010 in Erstfeld UR kurz nach Mitternacht aus dem Hinterhalt auf die 33-jährige Serviertochter Nataliya K.* (BLICK berichtete).
Rasch äusserte Nataliya einen Verdacht: «Mein Noch-Ehemann versuchte, mich loszuwerden.» Denn sie hatte sich von Ignaz getrennt und den gemeinsamen Sohn Pawel mitgenommen.
Das alleinige Sorgerecht wurde ihr zugesprochen. Ihr Mann, Besitzer eines Cabarets, habe einen Auftragskiller engagiert, vermutet sie. Ihre Vermutung teilt auch die Staatsanwaltschaft.
Die Anklageschrift zeigt die Hintergründe des Anschlags. Die Staatsanwaltschaft ist überzeugt: Ignaz W. wollte sich «aus Habgier und/oder aus anderen verwerflichen Motiven» seiner Ehefrau «entledigen», wollte so seine Geldprobleme lösen.
Der Prozess, der am 8. Oktober begann, dauert bis Ende nächster Woche.
* Namen der Redaktion bekannt
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