Spiess-Hegglin zum K.o.-Tropfen-Ergebnis: «Ich bin nicht überrascht»

ZUG - Die Analyse der Haarprobe einer Zuger Lokalpolitikerin ergibt keine Hinweise auf K.o.-Tropfen. Jolanda Spiess-Hegglin reagiert gefasst auf das Resultat.

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Keine K.o-Tropfen in den Haaren von Jolanda Spiess-Hegglin (34)! Das ergab eine Analyse des Instituts für Rechtsmedizin der Universität Zürich. Es konnten keine Spuren von GHB (Gamma-Hydroxybuttersäure) nachgewiesen werden.

Es liegen demnach keine Anhaltspunkte vor, wonach die Zuger Kantonsrätin mit solchen Substanzen betäubt worden war. Das teilt die Zuger Staatsanwaltschaft heute mit.

Spiess-Hegglin ist nicht überrascht

Jolanda Spiess-Hegglin selber ist nicht überrascht über die negative Haaranalyse, wie ihr Sprecher Patrick Senn gegenüber Blick.ch schreibt: «Frau Spiess hatte mit mehreren Rechtsmedizinern Kontakt – darunter z.B. Professor Dr. Wolfgang Weinmann vom Rechtsmedizinischen Institut der Universität Bern – die ihr alle dasselbe sagten: Die Chance, dass bei einer einmaligen Einnahme von K.O.-Tropfen ein Nachweis möglich ist, ist äusserst gering.»

Auch die Zuger Politiker haben das Resultat der Haaranalyse so erwartet. FDP-Kantonsrat Daniel Abt zu Blick.ch: «Das Ergebnis überrascht natürlich niemanden. Die Stimmung im Kantonsrat ist natürlich immer noch etwas gedrückt. Das war bei der Sitzung am letzten Donnerstag noch deutlich zu spüren.»

«Diese Meldung entlastet Markus Hürlimann, das freut uns sehr», sagte SVP-Kantonsrat Michael Riboni gegenüber watson.ch.

Damit bleibt unklar, was sich genau in der «Captains Lounge» nach der Landammann-Feier abgespielt hat. Liegt ein Sexualdelikt vor? Kam es zu einvernehmlichen Sex oder haben sie nur «fremdgeknutscht», wie Hürlimann selbst beteuert?

Strafuntersuchung läuft weiter

Laut der «Sonntagszeitung» haben inzwischen mehrere Zeugen bei der Staatswaltschaft ausgesagt, dass Markus Hürlimann wie auch Jolanda Spiess-Hegglin nicht angeschlagen gewirkt haben, als sie über die enge Treppe in die Bar des Restaurants Schiffs zurückkehrten.

Ein Zeuge sagte zudem aus, er habe Spiess-Hegglin direkt auf den Ausflug der beiden angesprochen. Die ehemalige Journalistin habe ihm geantwortet, dass ihn das nichts angehe – sie seien ja schliesslich beide schon erwachsen.

Die Zuger Sex-Affäre ist mit dieser negativen Haaranalyse aber noch nicht Geschichte: Die Strafuntersuchung wegen möglicher Delikte gegen die sexuelle Integrität wird trotz des negativen Haaranalyse-Resultats fortgesetzt. Weitere Einvernahmen der Staatsanwaltschaft stehen an.(kab)

Publiziert am 02.03.2015 | Aktualisiert am 02.03.2015
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